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Marlen macht einen Fehler
Datum: 20.09.2026, Kategorien: Reif
... angefangen zu lachen und gesagt, dass du nackt schlafen würdest. Dann hast du dich selbst ausgezogen und alles durch die Gegend geschmissen." Er schluckte. "Als es mir dann doch zu weit ging, bin ich rausgegangen." Als er es erzählte, kam die Erinnerung plötzlich zurück. Bruchstückhaft, verschwommen, aber sie war da. Das Lachen, das Gefühl der Freiheit, als ich die Kleider von mir warf, der Wunsch, einfach einzuschlafen. Ja, es stimmte. Ich hatte mich ausgezogen, hatte die Sachen wirklich einfach weggeschleudert, weil ich nur noch ins Bett wollte. Ich hatte mich dann unter die Decke gezogen und war sofort eingeschlafen. Und es war wirklich nichts passiert, außer dieser eine Kuss. Der Kuss, den ich beendet hatte, der Kuss, nach dem ich Horst klargemacht hatte, dass ich meinen Mann liebe und es keine Wiederholung geben würde. Horst nickte bestätigend, als ich ihn danach fragte. Jetzt hatte ich den Salat. Mein Mann hatte mich nackt in einem fremden Bett, in einem fremden Haus, bei einem fremden Mann gesehen. Die Kleidung im ganzen Raum verteilt. Wie sollte ich ihm das erklären? Wie sollte ich ihm diese katastrophale Situation verständlich machen? Die Wut auf mich selbst kochte in mir hoch. Warum war ich nur so naiv gewesen? Warum hatte ich diese Einladung angenommen? Max hatte mich gewarnt, er hatte mir die Entscheidung überlassen, und ich hatte sie grandios falsch getroffen. Ich musste hier raus. Sofort. Ich forderte Horst auf, den Raum zu verlassen. Er zögerte ...
... kurz, dann nickte er und ging. Ich sprang aus dem Bett, suchte meine Kleidung zusammen, zog mich hastig an. Meine Hände zitterten. Ich wollte nur noch weg, nach Hause, zu Max. Ich bestellte sofort ein Taxi. Der Vorschlag von Horst, mich nach Hause nach Klein Flottbek zu fahren, den er zaghaft wiederholte, lehnte ich sofort ab. Ich wollte keinen Moment länger in seiner Nähe sein. Da es mitten in der Nacht war, dauerte es, bis ein Taxi kam. Die Wartezeit war eine Qual. Ich stand am Fenster, blickte hinaus in die Dunkelheit, spürte die Verzweiflung in mir wachsen. Jede Minute, die verstrich, schien die Kluft zwischen Max und mir zu vergrößern. Endlich hielt ein Taxi vor der Tür. Ich stieg ein, gab dem Fahrer meine Adresse, ohne mich auch nur von Horst zu verabschieden. Ich konnte seine Anwesenheit nicht mehr ertragen. Die Fahrt nach Hause war eine Folter. Die Gedanken rasten in meinem Kopf. Wie würde Max reagieren? Würde er mir glauben? Würde er mir verzeihen? Ich wusste nicht, wie ich ihm die Wahrheit beibringen sollte, ohne dass es sich wie eine billige Ausrede anhörte. "Es ist nichts passiert, außer einem Kuss, den ich beendet habe, und ich war nackt, weil ich mich selbst ausgezogen habe." Das klang selbst für mich absurd. Als das Taxi vor unserem Haus hielt, war alles stockdunkel. Kein Licht brannte. Ich konnte Max' Auto nicht sehen. Ein eisiger Griff packte mein Herz. Er war nicht da. Hatte er mich verlassen? War er zu Thomas gefahren, wie er es angedroht hatte, wenn ...