1. Lea, meine junge Liebe


    Datum: 21.09.2026, Kategorien: 1 auf 1,

    ... liebe deine Mutter."
    
    "Dann ist es ja gut. Ich finde es gut, dass du sie nicht schlägst und auch nicht mit ihr böse bist."
    
    "Tim, erstens. Wer sollte deiner Mutter schon böse sein? So eine liebe Frau. Und zweitens. Man schlägt keine Frau. Eigentlich schlägt man überhaupt nicht."
    
    "Deshalb mag sie dich auch so doll und ich auch."
    
    Ich war doch recht gerührt.
    
    Julia hat sich an meine Partnerin gewöhnt und die Beiden kommen sehr gut miteinander aus. Manchmal habe ich den Eindruck, dass es Julia genießt, eine weibliche Ansprechpartnerin zu haben.
    
    Bei einem gemütlichen Nachmittag im Hause der Eltern von Lea erfahre ich so nebenbei, dass in der Straße ein großes Einfamilienhaus, na, eigentlich eine schöne Villa zum Verkauf steht und in meinen Gedanken entsteht ein Plan. Der Plan, der mein ganzes Leben verändern sollte.
    
    Ihr Vater deutet mir an, dass er mich sprechen möchte und wir gehen in sein Arbeitszimmer. Hier fragt er mich direkt.
    
    "Walter, ich habe dir angesehen, dass du bei der Erwähnung des Hauses eine Idee hattest. Magst du sie mir erzählen. Vielleicht kann ich ja ein bisschen helfen."
    
    "Du weist, dass ich deine Tochter liebe und ernste Absichten habe. Ich habe zwar noch nicht gefragt, hoffe aber sehr, dass sie ja sagt. Mein Haus ist zu klein für eine größere Familie. Meine Tochter lebt ja auch noch bei mir und ich weis nicht, wie sich das mit ihr weiter entwickelt. Und hier ist es zwar schön, aber sei ehrlich, manchmal stören wir doch. Ich habe ...
    ... überlegt, ob ich mal wegen des Hauses nachfasse. Und dort das Nest für uns und unsere Kinder baue. Ich hab etwas auf der Kante, könnte das Haus verkaufen und verdiene nicht schlecht. Also finanziell sollte es gehen."
    
    "Wusste ich es doch. Mein Junge, da kann ich bzw meine Frau sicher helfen. Sie kennt die Dame sehr gut, die jetzt verkaufen und in eine Seniorenresidenz ziehen will. Wenn es recht ist, fühlt sie mal vor. Wir werden es erst mal geheim halten. Lea muss nicht alles wissen."
    
    Zwei Tage später ruft mich mein zukünftiger Schwiegervater an und nennt mir einen Preis, der mehr als gut ist. Ich habe den Verdacht, dass sie da etwas gedreht haben. Aber was solls. Mit dem, was ich auf dem Festgeldkonto habe, komme ich gut zurecht. Jetzt ist nur noch zu überlegen, wie ich vorgehe. Erst kaufen und dann fragen oder erst fragen und dann kaufen. Ich entschließe mich, fahre zwischendurch zu einen Juwelier, suche einen Ring aus, bezahle und muss wieder in die Firma.
    
    Am nächsten Abend sitzen wir nach einen kleinen Abendbrot bei mir und Lea ist mal wieder sehr anhänglich. Ich kenne sie und weis, dass sie sich eine schöne Liebesnacht wünscht. Und auch einfordert. Da ist sie nicht zimperlich. Gleichberechtigung heißt bei ihr auch, dass sie den ersten Schritt macht und mich auch mal überfällt. So wie heute. Ich stoppe sie und meine, dass ich ernsthaft mit ihr reden muss. Lea verspannt sich und sieht mich erschrocken an.
    
    Ich stehe auf, gehe zum Schrank, hole den Ring und frage sie, ob ...