1. Willst du das wirklich


    Datum: 04.10.2026, Kategorien: 1 auf 1,

    ... sagen, ich hätte gestern überhaupt nichts dagegen gehabt, wenn unser Schauspiel noch mehrere Akte gehabt hätte. Dein Mann küsst wie ein Gott und sein Körper, na du weißt schon. Und dann seine Art. Ich kann dich wirklich nicht verstehen."
    
    "Nadine, ich mich auch nicht. Irgendwie habe ich geglaubt, mir einreden lassen, dass Robert mich nicht als gleichberechtigt ansieht und da dachte ich mir, dass ich ihn dominieren muss, ihm zeigen muss, dass ich auch andere Männer haben kann und dann kamen die Pornos mit der Cucki-Fantasien dazu. Und Susi hat dieses noch immer weiter angeheizt. Ich bin immer tiefer in diesen Strudel geraten und verdammt, ich hätte bald meinen Mann verloren. Du glaubst gar nicht, wie sehr ich mich schäme. Eigentlich gibt es keine wirkliche Erklärung dafür."
    
    "Ivonne, es geht mich ja eigentlich nichts an, aber war es nicht so, dass du unbedingt einen anderen Schwanz haben wolltest. Ausbrechen aus der Ehe."
    
    "Ich glaube, dass ich noch viel über mein Verhalten, meine Motive dafür nachdenken muss. Aber eins weiß ich schon jetzt, ich will meinen Mann wieder ganz und werde immer an diese Tage, Wochen denken. Noch mal mache ich solche Fehler nicht. Du kannst dir nicht vorstellen, welche Feuerstürme durch meine Adern flossen, als ihr euch so stürmisch geküsst habt. Ich wäre bald gestorben vor Eifersucht und da habe ich verstanden, was mein Mann in der Nacht mit Tom gefühlt haben muss. Ich bin nur froh, dass er mich nicht erschlagen hat."
    
    Von der Tür kam es ...
    ... leise.
    
    "Und ich erst."
    
    Robert kam in die Küche, nahm mich in den Arm und gab mir einen kurzen Kuss. Dann begrüßte er Nadine mit einer kurzen Umarmung. Ich goss ihm eine Tasse Kaffee ein und sah ihn von unten an.
    
    "Schatz, wie lange bist du schon auf?"
    
    Eigentlich wollte ich wohl wissen, was er von unserem offenen Gespräch mitbekommen hat, traute mich aber immer noch nicht direkt zu fragen. Robert strich über meine Hand, den Arm und meinen Kopf und lächelte nur.
    
    Nach dem langen Frühstück kam die nächste Prüfung auf mich zu. Robert fragte Nadine, was sie denn nun plane und sie war in einer Sache ganz klar. Sie trennt sich von Tom. Nur weiß sie nicht, wo sie für einige Tage unterkommen kann. Und Robert bot ihr an, ein paar Tage bei uns zu bleiben. Dabei sah er mich nicht mal an und fragte auch nicht nach meiner Meinung.
    
    Erst nach einer fast schon peinlichen Pause sagte er in meine Richtung.
    
    "Du hast doch keine Einwände, Schatz."
    
    Auch wenn ich innerlich vor Angst zitterte, vor Angst, ihn zu verärgern, sagte ich leise.
    
    "Nein, habe ich nicht, aber es wäre schön gewesen, wenn du mich vorher gefragt hättest."
    
    "Da hast du Recht und dafür entschuldige ich mich. Ich glaube, wir müssen noch viel lernen."
    
    Bevor er vorschlug, dass wir gemeinsam zu ihrer Wohnung fahren und ihr dort beim Packen helfen, fragte er mich dann aber und meinte sofort, dass wir nur gemeinsam fahren würden.
    
    Die nächsten zwei Wochen waren für mich anstrengend. Eigentlich war Nadine ein ...