1. Der Ehemalige und eine zerstörte Ehe


    Datum: 05.10.2026, Kategorien: Sonstige,

    ... lautem Ja für Klaus, nur für Klaus und für Kinder mit ihm entscheiden.
    
    Und die Scheidung stand kurz bevor. Aus den Anträgen des Rechtsanwaltes wusste ich, dass Klaus bei seinem Vater gemeldet ist und immer noch in seiner Firma beschäftigt war. Auch wenn ich ungeheuer traurig war, freute ich mich auf eine Sache. Klaus würde zum Termin erscheinen müssen. Ich würde ihn sehen, vielleicht auch mit ihm sprechen können. Denn wenn er auch bei seinem Vater gemeldet ist, dort wohnt er nicht und auch in der Firma hat ihn einer meiner Bekannten schon lange nicht mehr gesehen.
    
    Klaus
    
    An dem schrecklichen Donnerstag war zunächst ein Freudentag. Das Projekt war abgeschlossen und mein Chef machte mir einen bomben Vorschlag. Ich sollte mir überlegen, ob ich nicht die Leitung der übernommenen Firma in Kaunas in Litauen übernehmen will. Sicher könne auch meine Frau mit mir dorthin ziehen. Um mich dort einzuleben und mich zu unterstützen, wäre einer der schon lange dort in der Firma tätigen Männer als mein Stellvertreter vorgesehen. Und den lernte ich beim anschließenden gemeinsamen Abendessen bereits kennen. Machte auf mich einen sehr guten Eindruck, sprach ein sehr gutes Deutsch. Wir verstanden uns und ich sagte zu, mit meiner Frau zu sprechen und mich bis Montag zu entscheiden.
    
    Nach dem Essen wollten wir noch einen Drink in einer Bar nehmen und noch etwas in lockerer Atomsphäre reden und dann brach für mich eine Welt, meine Welt zusammen. Wir waren noch etwa 100 Meter von dem ...
    ... Eingang der Bar entfernt, als die Tür aufging und ein Paar aus der Bar in das davor wartende Taxi stieg. Das gesamte Verhalten machte deutlich, dass Beide nicht mehr lange warten konnten und wollten, sich die Sachen vom Leib zu reißen und übereinander herzufallen. Das Küssen konnte nicht mehr als normal angesehen werden. Sie fraßen sich auf. Die Hände waren dort, wo sie eigentlich in der Öffentlichkeit nicht sein sollten. Die Frau hatte ihre Hand in der Hose des Mannes und die Bewegungen waren genau so eindeutig, wie die Bewegungen des Mannes auf dem Busen der Frau.
    
    Und was das Zerstörende, das Erschreckende an dieser Szene war, die Frau war meine Roswitha, die dort hemmungslos mit dem Mann rummachte. Als ich losstürmen wollte und das Taxi, das bereits anfuhr wohl nicht mehr erreicht hätte, hielt mich mein Chef am Arm fest.
    
    "Ruhig, mein Lieber, ganz ruhig. Wir trinken erst einmal einen Schnaps und dann überlegen wir. Jetzt können sie sowieso nichts machen."
    
    Er zog mich in die Bar, bestellte drei große Whisky und meinte zu mir.
    
    "Trinken sie aus und dann gehen sie nach Hause. Klären sie die Sache mit ihrer Frau, aber endgültig. Es gibt zwei Möglichkeiten. Erstens sie lassen sich scheiden und gehen nach Kaunas oder sie verzeihen und nehmen sie mit. Montag will ich wissen, wie sie entschieden haben. Werfen sie die Chance, die ich ihnen in Kaunas bieten kann nicht weg. Es gibt solche Chancen nicht oft im Leben."
    
    Ich konnte noch keinen klaren Gedanken fassen, stürzte den ...
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