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Bonus
Datum: 10.10.2026, Kategorien: Reif
(Sofort)Bonus Es war für uns alle ein sehr anstrengender Tag gewesen. Doch am Schluss hatten wir etwas Großes und Bedeutendes erreicht. Das war es dann wohl auch dafür verantwortlich, dass wir so gelöst waren und über die Stränge geschlagen hatten. Wir, das waren Eva, die Einkaufsleiterin in dem Betrieb, in dem ich Geschäftsführer bin, sowie Alexander und Sebastian, beide Geschäftsführer in Zulieferbetrieben von uns. Wir hatten uns an einem Freitagvormittag mit einem unserer wichtigsten, weil größten Kunden getroffen, um mit ihm einen Rahmenvertrag für die nächsten drei Jahre final zu verhandeln und zu unterschreiben. Mit ihm machten wir um die 30 % unseres Umsatzes, insofern war, mit ihm für die nächsten Jahre einig zu sein, eine stabile Basis für unsere Unternehmensentwicklung. Den größten Stress hatten Eva und ich. Mir oblag die eigentliche Verhandlung mit unserem Kunden, Eva musste immer mal wieder Dokumente zu unserem Controlling und zur Rechtsabteilung schicken, das ging der Gegenseite aber genauso. An einem gewissen Punkt musste sich Eva dann auch noch abwechselnd mit Alexander und Sebastian zu Besprechungen, die eigentlich auch Verhandlungen waren, zurückziehen und sie zu Preisen für ihre Waren und Dienstleistungen bewegen, die unser Angebot, welches dann schlussendlich akzeptiert wurde, erst möglich machte. Als alles unter Dach und Fach war, unser Kunde, aber auch wir vier alle zufrieden waren, fiel von Eva und mir eine große Last, ein großer Druck ...
... ab. Unser Kunde hatte es eilig aufzubrechen und ins Wochenende zu kommen und war nach einem Glas Sekt, mit dem wir gemeinsam auf den Abschluss anstießen, recht schnell aufgebrochen und abgereist. Recht spontan schlug ich Eva, Alexander und Sebastian vor, sie zum Abendessen einzuladen. Die drei sahen kurz auf ihre Uhren, schauten sich alle kurz an und stimmten dann fröhlich und entspannt zu. „Lasst uns den Abschluss feiern ...", war unser aller Devise. „Na dann, in fünf Minuten an der Bar?", schlug ich vor. Alle nickten und ich ging kurz an die Rezeption des Hotels. Für mich selbst hatte ich ein Zimmer gebucht, weil ich von einem erfolgreichen Abschluss ausging und den in Ruhe genießen und nicht bis spät in der Nacht noch im Auto sitzen wollte. Weil ich davon ausgegangen war, dass wir uns deutlich früher einig werden würden, hatte ich angenommen, dass Eva gleich danach mit dem Zug zurückfahren würde. Deshalb fragte ich an der Rezeption, ob ich ggf. nach dem Essen noch ein weiteres Zimmer bekommen könnte, falls einer der Essensgäste doch noch bleiben wollte. Das war zum Glück möglich, was mich beruhigte und ich jetzt noch entspannter an die Bar ging. Dort hatten sich die drei bereits eingefunden und hatten auch schon jeder einen Cocktail vor sich. Ich gesellte mich zu ihnen und bestellte mir nach einem kurzen Blick in die Cocktailkarte einen Negroni. Als er kam, stieß ich mit den dreien an und wir beglückwünschten uns gegenseitig zu dem wichtigen Abschluss. „Du hast ...