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Bonus
Datum: 10.10.2026, Kategorien: Reif
... in Eva eine wirklich ausgezeichnete Einkaufsleiterin ...", sagte Alexander plötzlich, „die hat es echt drauf, ich musste ganz schön Federn lassen ...", „Oh, dem kann ich mich nur anschließen ..." fügte Sebastian hinzu. „Na so schlimm war es nun wieder auch nicht, keiner musste so viel Federn lassen, dass er frieren muss!", lachte Eva hell auf und prostete den beiden zu. „Er ist unser gewichtigster Kunde und ihr seid unsere bedeutendsten Zulieferer, also haben wir alle gewonnen. Vielleicht können wir ja mal gemeinsam ausloten, ob es weitere Kunden gibt, die wir zusammen bedienen können ..." antwortete ich. „Aber nicht heute, jetzt wird gefeiert!", platzte es aus Eva heraus, die erneut ihr Glas hob und mit allen anstieß. „Was trinkst du da eigentlich, nur Cola?" „Long Island Ice Tea ... hat mir Alexander empfohlen, sehr lecker!", antwortete sie fröhlich, während ich mich dunkel daran erinnerte, dass dieser Cocktail recht alkoholhaltig war. Beim Süffeln der Cocktails wurde aus dem Gespräch rasch ein lockeres Geplauder, bis die Getränke dann schließlich ausgetrunken waren und wir zum Essen ins Restaurant gingen. Schnell hatten wir uns alle etwas zu Essen ausgesucht und die angeregte Plauderei von der Bar fand ihre Fortsetzung, die auch nur kaum unterbrochen wurde, als die bestellten Gerichte gebracht wurden und wir uns alle mit großem Appetit darüber hermachten. „Noch einen letzten Drink an der Bar?", schlug Eva vor, kaum, dass der letzte von uns seinen letzten ...
... Bissen gegessen hatte. Hatte sie nicht sogar zwei Gläser Wein zum Essen gehabt, fragte ich mich und nahm mir vor, sie so nicht mehr mit Zug fahren zu lassen und ihr anzubieten, ebenfalls hier zu übernachten. An der Bar stand Eva dann zwischen Alexander und Sebastian, hatte erneut einen Long Island Ice Tea in der Hand und stieß mit den beiden an. Mir kam es so vor, dass die Distanz zwischen ihnen inzwischen vom Modus „Geschäftlich" in „Privat" gewechselt war, wenn nicht gar „Freundschaftlich", sie berührte die beiden immer wieder, wenn sie mit ihnen plauderte. Etwas, was beide schnell erwiderten, bald ganz ungeniert einen Arm um sie legten. Ich nahm einen Schluck von meinem Negroni, auch ich war bei meiner Getränkewahl geblieben und bekam ein mulmiges Gefühl, was entwickelte sich hier gerade an der Bar und wie würde das möglicherweise weitergehen? Auf jeden Fall musste ich ein Auge auf Eva haben, so kannte ich sie nicht und ich hatte keine Vorstellung davon, ob wir hier bald auffallen würden. Ich stellte mich so zu den Dreien, dass ich den Blick auf Eva, auf die Hände und Arme, der beiden möglichst verdeckte und fühlte mich ein wenig, wie ein Sensor, der Erdbeben möglichst frühzeitig erkennen und melden soll. Die erste Erschütterung, die mich unerwartet traf, kam in Form von „Ich trink' noch mal das Gleiche ... was nehmt ihr?", von Eva und einem „wir nehmen auch das Gleiche ..." von Alexander und Sebastian. „Dem schließ' ich mich ...", war zunächst das Einzige, was ...