1. Wir haben uns verloren und unsere Liebe


    Datum: 11.10.2026, Kategorien: Sonstige,

    Ich saß in meinem Arbeitszimmer, trank einen kleinen Whisky und grübelte, grübelte wie in den letzten Tagen so oft. Dachte über uns, über meine Frau Ulla und mich nach, über unsere Familie und über die jetzige Situation,
    
    Wir sind heute seit über 25 Jahre verheiratet, haben zwei gut gelungene Kinder, die nicht mehr in unserem Haus wohnen. Es waren sehr gute Jahre nicht nur beruflich, nein, auch besonders gute Jahre der Zweisamkeit, der Liebe.
    
    Ich lernte mit 19 Jahren und Student meine Traumfrau kennen. Ulla war zum Zeitpunkt des Kennenlernens 18 Jahre alt, eine rotblonde kleine Schönheit, gut gebaut, sportlich und machte zu diesem Zeitpunkt gerade eine Ausbildung im Klinikum. Es funkte zwischen uns und wir verliebten uns ineinander.
    
    Ach so, kurz zur mir. Ich heiße Jens, war damals ein schlaksiger großer Mann, gut einen halben Kopf größer als mein schon nicht kleiner Schatz. Eine Frau mit 172 cm kann man schon als groß bezeichnen. Zu mindestens war sie in unserem Freundeskreis immer eine der größeren Damen.
    
    Auch wenn sie mir im Laufe unserer Ehe zwei Kinder schenkte, hat meine Frau mit viel Sport und einer ausgewogenen Ernährung auch heute noch eine bewundernswerte Figur. Selbst den wohl bei den Frauen berüchtigten und gefürchteten Babybauch sucht man bei ihr vergebens. Ihre Brüste sind etwas größer geworden und neigen sich geringfügig. Aber immer noch ein überaus reizender Anblick und wer sie anfassen und verwöhnen darf, ist bestimmt begeistert. Das trifft auch ...
    ... für ihre sportlichen Beine und den zu ihr passenden Po zu. Auch wenn sie ihre Haare nicht mehr lang trägt, ist ihre Haarpracht immer noch rot, voll und immer gut frisiert.
    
    Ulla ist heute Pflegedienstleiterin im Klinikum, dass unter Leitung des Landes steht. Wieder unter Leitung des Landes, nachdem der Versuch der Privatisierung schief ging. Na, sagen wir mal, dass erst die kreisfreie Stadt und die Uni und später das Land die Notbremse gezogen hat und den Protesten der Bürger aber auch der Angestellten entsprochen hat. Auch wenn ich als Ökonom und Zahlenmensch den Ansatz für die Schließung und radikale Verkleinerung von Abteilungen verstehen kann, die gesundheitliche Versorgung kann man auch nach meiner Meinung nicht immer nur nach Gewinn ausrichten. So ist meine Frau auch wieder Angestellte im öffentlichen Dienst.
    
    Ich bin nach einigen Umwegen bei einer der Öffentlichkeit verpflichteten Bank Leiter der internen Revision und daher nicht nur ein Zahlenmensch sondern leider auch für die Kontrolle der Arbeit der Mitarbeiter zuständig und werde oft mit meiner kleinen Abteilung erst in die Prozesse einbezogen, wenn es Anzeichen von Problemen gibt.
    
    Wir sind also nicht als arm zu bezeichnen. Unser Haus ist unbelastet und wie gesagt, sind die Kinder aus dem Haus. Der Große, unser Stefan, hat vor einem Jahr, als wir unsere Silberhochzeit feierten, seine Simone geheiratet und wir haben gemeinsam gefeiert. Mit dieser Feier begann das, was mich jetzt so bewegt. Aber dazu später ...
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