1. Männer sind Schweine, Frauen aber auch...


    Datum: 14.10.2026, Kategorien: 1 auf 1,

    ... Ich habe eine Angebot bekommen, ich kann in Hamburg eine Stelle übernehmen. Ich werde dann Leiterin von mehreren Dezernaten und kann noch einmal etwas aufsteigen zur Kriminalrätin. Mir blieb das Brot im Hals stecken. Ich trank einen Schluck Bier und sagte, das kommt jetzt aber sehr überraschend. Sie nickte, ja, für mich auch, aber diese Stelle ist ganz plötzlich vakant geworden. Kannst du dich nicht versetzen lassen, fragte sie. Ich war wie vor den Kopf gestoßen. Warte mal ich muss das erst einmal begreifen. Dann versuchte ich ihr zu erklären, dass es bei uns im Unternehmen eine Versetzung nicht üblich wäre. Jeder Vertriebsdirektor hatte sein Gebiet und seine Kunden und natürlich seine Mitarbeiter. Wenn einer ausschied, dann konnte man sich auf diese Stelle bewerben, aber wenn ich jemanden bitten würde mit mir zu tauschen, dann würde das extrem schwierig. Ach überleg das doch bitte, ich liebe dich doch und wir sind so ein gutes Team. Ich nickte und versprach mit meinem Chef zu sprechen. Es kam, wie es kommen musste. Niemand aus dem Norden war bereit mit mir zu tauschen. Anfang Dezember musste Jessica zu- oder absagen. Sie sagte zu. Dann sehen wir uns immer an den Wochenenden, sagte ich zu ihr, das wird schon irgendwie gehen und später kannst du ja als Innenministerin wieder hier hin zurückkommen. Sie lächelte, aber es war aufgesetzt. Fast drei Monate bin ich am Wochenende nach Hamburg gefahren, oder Jessica zu mir. An einem Freitag im März, kam sie erschöpft von der Arbeit ...
    ... und der Fahrt bei mir an. Sie schaute mich irgendwie komisch an. Ich bin so kaputt, sagte sie, lass uns gleich schlafen gehen. Wir küssten uns zärtlich und sie kuschelte sich an meine Seite und war dann auch schon eingeschlafen. Samstagmorgen, 8 Uhr, ich war schon Brötchen holen und machte gerade das Frühstück, Jessica kam in die Küche, gab mir einen Kuss und setzte sich. Wir frühstückten schweigend. Irgendetwas ist doch mit dir, sagte ich, was bedrückt dich denn?
    
    Sie fing an zu weinen, Lars ich kann das nicht mehr, diese Wochenendbeziehung macht mich total fertig. Immer wenn du am Sonntagabend wegfährst, dann winke ich dir zum Abschied noch zu und dann renne ich in meine Wohnung heule die ganze Nacht. Du fehlst mir dann so sehr. Und das gleiche ist es, wenn ich von hier wegfahre. Kaum sitze ich im Auto, heule ich die ganze Rückfahrt und die ganze Nacht. Meine Wohnung ist so leer ohne dich, ich bin so leer, wenn du nicht da bist. Niemand der mich abends in den Arm nimmt in der Woche, niemand, der mich tröstet. Lass uns das in Würde beenden, dann weiß ich woran ich bin und habe dann einen Schlussstrich. Sie stand auf und ging ins Schlafzimmer. Warte rief ich, ich liebe dich doch, aber ich kann doch hier nicht alles aufgeben. Ich verdiene sehr gut, meine betriebliche Altersversorgung, meine Kunden, meine Mitarbeiter, das kann ich nicht einfach wegwerfen. Sie schaute mir tief in die Augen, ich liebe dich auch, von ganzem Herzen sogar, aber ich kann das nicht mehr und will das ...