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Blind Dates
Datum: 16.10.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,
... Sie könnten mir nur sagen, wo ich einen Sitzplatz finde", erbat Dorian. Er hatte mittlerweile gelernt, dass Verzeihen bei den meisten Menschen viel besser ankam und wirkungsvoller war, als wenn man sie anschnauzte und vorführte. In seiner Pubertät war er da einige Male mit auf die Nase gefallen, als er sich, wenngleich gerechtfertigt, lauthals empört hatte. „Klar... von hier die vierte Reihe, rechts, da ist ein Doppelsitz noch frei." „Danke", sagte er, stieg ein und setzte sich auf den angegebenen Platz. Die Fahrt dauerte nur 25 Minuten, dann war er auf dem Innenstadt-Ring angekommen, stieg aus und ging Richtung Marktplatz beim Rathaus. Seit heute früh um 6 Uhr stand dort nämlich Fiona und verkaufte Brot, Brötchen, Brezeln, was die Backstube eben so hergab. „Es ist 10:50 Uhr", sprach seine Uhr als er sie antippte und zum Ohr hielt. Mit Hilfe der ihm bekannten Geräusche und der Markierungen am Boden durch spezielle geriffelte Steine im Asphalt, navigierte er zielsicher zum Stand der Bäckerei. Als er sich dem näherte, sprach eine Stimme aus fast drei Metern Entfernung zu ihm. „Achtung, sie sind gleich am Ende einer Schlange." „Oh, danke. Ist das die für den Bäckerwagen?", fragte er. „Ganz genau. Ich bin der letzte. Wollen sie mir folgen, soll ich reden, sie führen... ich habe keine Ahnung wie sie das machen, tut mir leid!", sprach der Mann etwas unbeholfen aus, aber seine Hilfsbereitschaft war höchsterfreulich. „Alles gut, ich weiß jetzt, wo sie ...
... stehen. Ich werde entweder auf ihre Schritte lauschen oder wenn sie mir Bescheid geben, wenn es vorwärts geht." „Dann sage ich wohl besser immer Bescheid, denn ich trage Barfußschuhe. Die sind sehr leise, selbst für sie, denke ich." Diese neumodischen Dinger waren mega bequem, das hatte er selbst schon festgestellt, aber sie waren unfassbar leise. Ihm boten sie zudem zu wenig Schutz, wenn er irgendwo gegen- oder reintrat, was er nicht hatte sehen können. Daher musste Dorian bei normalen Schuhen bleiben. „Danke, da haben sie recht", bestätigte Dorian. Er wartete mit dem Mann, ging dann und wann einen Schritt vorwärts, wenn es ihm gesagt wurde, bis er schließlich irgendwann dran kam. „Guten Morgen, was darf ich ihn... Dorian!", begann Fiona, ehe sie realisiert hatte, dass ihr Freund vor ihr stand. Dann lächelte sie strahlend, auch wenn er es nicht sah, hörte er es in ihrer Stimme. „Was kann ich dir geben? Du dürftest auch fast mein letzter Kunde sein, Tina ist nur nochmal schnell ins Kaufhaus zur Toilette gerannt. Sie muss jeden Moment zurück sein." „Guten Morgen", grinste er zurück. „Ich hätte gerne zwei Rosinenbrötchen, eine Puddingbrezel und alles, was meine Freundin zum zweiten Frühstück haben möchte", sagte er. Sie packte die einzelnen Tüten mit dem, was sie selbst und er essen wollten, dann bezahlte er. Sie musste doch noch einen weiteren Kunden bedienen, ehe Tina endlich kam und sie gehen konnten. Fiona nahm ihn an ihre rechte Hand, er hatte die Tüten ...