1. Blind Dates


    Datum: 16.10.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,

    ... es zumindest auf der Seite von Hamburg. Laut Streckenführung kommen sie tatsächlich direkt bei mir vorbei", fragte er. Sie hatten ab und an Tage oder Abende daheim verbracht, mittlerweile auch manchmal bei ihr, wo er aber abends gehen musste, da ihr Bett niemals für beide ausreichend breit gewesen wäre. Zudem wollte er den Großeltern nicht zur Last fallen.
    
    Fiona überlegte nur kurz und sagte dann zu: „Ja! Mit Kostümen, oder?" Ihr war in diesem Moment wieder die Kiste im Schrank eingefallen.
    
    „Äh...gerne. Muss es was Gruseliges sein, oder kann es auch einfach eine gute Verkleidung sein? Ich kenne mich da nicht so sehr aus."
    
    „Hmmm, gruselig wäre vermutlich cool, aber mittlerweile sieht man zu jeder Gelegenheit Leute mit allen möglichen Stilen rumlaufen. Wenn es gut ist, wird es akzeptiert", schloss Fiona.
    
    Dorian überlegte noch eine Weile, kam aber zu keinem definitiven Schluss, zumal er sich eben selbst nur schlecht ein Bild davon machen konnte. Er beschloss, diese Frage später weiter zu wälzen. Ein paar Tage waren ja noch übrig.
    
    „Okay, ich werde mir was Passendes einfallen lassen...hoffe ich." Noch konnte er keinen großen Enthusiasmus aufbringen. Es war nicht so ganz sein Metier, da er als Blinder nicht viel davon hatte, wenn er wusste, dass andere verkleidet waren. Wenn es eine Möglichkeit gegeben hätte, diese irgendwie für ihn erfahrbar zu machen, wäre es vielleicht was anderes gewesen, aber er konnte ja schlecht alle Menschen die ihm begegneten abtasten. Nach ...
    ... Farben zu fragen, würde ihn genauso wenig weiterbringen. Auf der anderen Seite jedoch war es endlich mal wieder ein voller Tag, den er mit ihr zusammen verbringen konnte.
    
    „Freut mich! Ich habe übrigens mein Kostüm schon, aber ich werde nicht verraten, was es ist. Nur so viel: Es wird dir vermutlich auch gefallen."
    
    „Hm, mutige Aussage, dafür, dass ich es nicht sehen werde", konterte er.
    
    „Das war mir dabei wohl bewusst!", entgegnete sie wiederum.
    
    „Nun, dann gebe ich mich einstweilen geschlagen und werde mich bemühen, ein angemessenes Kostüm für mich zu finden."
    
    Sie plauderten noch etwas weiter: wo sie günstige Kartons finden könnte, wann sie umziehen würde und wer die Vermieter und Nachbarn wohl waren. Dann beendeten sie das Telefonat.
    
    In den zwei Wochen bis zum Halloween-Fest sahen sie sich noch ein paar Mal und Fiona schaffte ihren Umzug Dank ihrer Großeltern ohne große Probleme. Ihr Opa konnte zwar nicht mithelfen, aber er hatte einen Bekannten organisiert, dem eine Möbelspedition gehörte. Der verfrachtete Fionas wenige Habseligkeiten innerhalb von einem Vormittag in ihr neues Zuhause. Sie hatte sich noch ein neues Bett gekauft, günstig, aber breiter als ihr kleines im Haus ihrer Großeltern. Damit hätte sie notfalls immer noch eine Zuflucht bei ihnen oder konnte dort übernachten, wenn sie mal helfen musste oder auf Wolle aufpassen sollte.
    
    Dorian derweil sucht mit Hilfe eines KI-Sprachmodells nach einem passenden Kostüm und ein Kumpel von der Uni half ihm, ...
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