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Blind Dates
Datum: 16.10.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,
... bekommen. Er wusste schließlich nicht, wann andere Menschen um ihn rum zu ihm schauen würden. Oder wie sichtbar genau seine Erregung wäre. Fiona hatte bisher alles mit sich machen lassen. Sie ließ ihn gewähren und es machte ihr ganz offensichtlich auch noch ziemlich Spaß: ‚Ich mag es, wenn du mich benutzt', das waren ihre Worte gewesen. Vermutlich könnte er daher mit ihr alles machen, woran auch er Freude hatte. Da er selbst sich nicht vorstellen konnte, an irgendwas mit Blut, echten Schmerzen oder drastischeren Sachen Spaß zu haben, fiel das alles flach. Ebenso hatte er zwar bemerkt, dass riskante Orte und Gelegenheiten cool waren, solange er sich relativ sicher war, dass sie nicht entdeckt wurden. Vielleicht wäre es an der Zeit, ihr wieder etwas Kontrolle und Verantwortung zu geben... oder besser: ihr aufzuzwingen, denn das war es, was er als nächstes von ihr fordern wollte. Vielleicht würde sie das an die Grenze bringen? In den kommenden Tagen war er relativ oft in Chats unterwegs, wo man sich anonym miteinander austauschen konnte, egal ob über Politik, Sex, Fetische oder das nächste Kuchenrezept. Hier holte er sich Inspirationen, bis er seinen Plan beisammen hatte. Wenn er alles dafür bekam und es so lief, wie er es sich erhoffte, würde sie hoffentlich wirklich ihre Grenze erreichen und dafür von ihm überschwänglich belohnt werden. Es wurde Dezember und die Stadt war voller Schneematsch. Dorian war auf dem Weg zur Post, um ein Paket abzuholen, was ihm neulich nicht ...
... zugestellt werden konnte. Natürlich, denn er war zu dem Zeitpunkt an der Uni und einen Ablageort hatte er dafür nicht angegeben. Der schlammige, halb geschmolzene Schnee erleichterte ihm nicht gerade die Arbeit, mit dem Langstock sich orientieren zu können. Natürlich hätte er auch Fiona fragen können, dass sie es für ihn holt, aber nicht bei dieser speziellen Lieferung. Er hatte endlich die Poststelle erreicht und suchte noch nach dem Eingang, als ihm jemand zurief: „He, drei Meter zu mir, das ist die Tür zur Post, wenn sie da hinwollen." „Oh, danke ihnen. Ja, da will ich tatsächlich hin", antwortete er und ging so rasch es möglich war dorthin. „Joah, gerade wenig los gewesen, da hatte ich sie durch die Scheibe gesehen und gedacht, dass ich heute noch meine gute Tat vollbringen muss. Was kann ich für sie tun?" Dorian wedelte mit der Abholkarte und hielt sie auf Brusthöhe vor sich. Er merkte, dass sein Gegenüber sie ihm abnahm. „Hmm, kleinen Moment, muss ich hinten holen", sagte der Mitarbeiter und seine Schritte schwanden in der Entfernung etwas. Dann hörte er das Tapsen wieder nahen, ein leicht metallisches Klirren begleitete ihn. „Hm, das Paket hat ein paar Dellen bekommen auf dem Weg hierher. Schauen...äh... fühlen sie mal, ob sie es so noch annehmen wollen", wurde Dorian aufgefordert. Er tastete danach, befühlte es auf allen Seiten. Ja, hier hatte sich etwas der Klebestreifen gelöst, quasi keine Ecke war noch wirklich spitz. Aber Löcher waren nicht zu ...