1. Irrungen


    Datum: 17.10.2026, Kategorien: Ehebruch

    ... richtig im Zaziki baden. Und der war gut. Die Gesellschaft war auch sehr gut. Eine unserer Oberschwestern mit Ehemann und erwachsener Tochter saßen mit am Tisch und es gelang uns sogar, nicht über Probleme der Klinik oder des Gesundheitswesens im Allgemeinen zu sprechen. Sie kamen gerade aus dem Urlaub in Italien und waren dort mit ihrem Wohnmobil. Sie verglichen die Reise mit ihrer Reise im Vorjahr nach Ungarn und konnten sich nicht einigen, welche besser war. Auf jeden Fall war es in Italien wesentlich teurer.
    
    Sonntag fuhr ich los und lies mir Zeit. Wir hatten abgemacht, dass die Schlüssel für die kleine Dienstwohnung in der Notaufnahme hinterlegt wurde und so konnte ich mir Zeit lassen. Irgendwann dachte ich noch mal über meine Ehe und über meine Frau nach. Es war schon sehr schwer, zu verstehen, was sie in die Arme dieses Mannes getrieben hat. Sicher war auch ich bzw mein Dienstplan, meine oftmalige Abwesenheit nicht ganz unschuldig, obwohl Ilona schon bei der Hochzeit wusste, was auf sie zukam. Trotz meiner Enttäuschung, trotz meiner Wut muss ich feststellen, dass ich noch immer diese kleine Person liebe.
    
    Und dann hatte mich der Alltag wieder. Es war wirklich so, dass hier an der Klinik insbesondere Notfallchirurgen fehlten und so mancher zusätzlicher Dienst auf mich zukam. Aber das Team stimmte, das Umfeld auch und die Klinikleitung war ok.
    
    Zu Beginn der zweiten Woche erhielt ich eine Nachricht von meiner Frau, die mich um einen dringenden Rückruf bat. Ich ...
    ... schaffte es erst am nächsten Tag nach Dienstschluss und hatte ein heulendes Bündel Mensch am anderen Ende. Sie erklärte mir unter Tränen, dass ich Recht hatte mit meiner Warnung. Nichts mit Scheidung und Heirat, so weiter sollte es gehen. Und als sie das nicht wollte, wurde es haarig, streitig und endete damit, dass sie gefeuert wurde. Sie weis nicht, was sie jetzt machen soll. Besonders schlimm war die Aussage, dass er ja nicht wisse, mit wem sie es noch getrieben hat und daher das Kind auch von einem Anderen sein kann. Am besten wäre es, wenn sie es weg machen lasse.
    
    Jetzt hätte ich natürlich sagen können, hab ich doch gewusst. Ich lies es aber und riet ihr, gegen die Kündigung juristisch vorzugehen. Auch wenn sie nicht mehr dort arbeiten will, sollte sie es machen. Einen Rechtsanwalt benannte ich ihr auch. Wir redeten wohl eine gute halbe Stunde miteinander und sie beruhigte sich langsam. Zum Schluss bat ich sie, mich zu unterrichten, was los ist.
    
    Die drei Monate meiner Dienstzeit in Magdeburg waren fast zu Ende und ich überlegte mir reiflich, ob ich nicht ganz hier bleiben sollte. Und dann kam das Angebot der dortigen Klinikleitung und das war mehr als gut. Chefarzt der Unfallchirurgie mit allen Vorteilen und als Sahnehäubchen eine große Dienstwohnung. Außerdem ein anständiges Gehalt und nicht mehr so viele Dienste. Man lies mir Zeit und ich bekam auch noch eine Woche frei, um mit meiner Frau die Sache zu klären. Über meine familiäre Situation hatte ich keinen ...
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