1. Milfy Way


    Datum: 24.10.2026, Kategorien: Verführung

    ... ist leider auf Geschäftsreise."
    
    "Dann bitte zu Regina." Zum Glück erinnerte ich mich an sie, aber nicht mehr an ihren Nachnamen. War ich jetzt schon dement geworden? Oder lag es an den Kopfschmerzen? "Die vom Kontrolling", schob ich hinterher.
    
    Endlich setzte er sich in Gang und benutzte sein Telefon. "Frau Schätzky erwartet sie", sagte er. "Etage acht, Zimmer 822."
    
    Ich bekam einen Besucherausweis und mit dem konnte ich den Fahrstuhl benutzen. Nach ein wenig suchen hatte ich die richtige Richtung des weitläufigen Flurs gefunden, in die ich gehen musste. Ihre Bürotür stand offen. Ich klopfte und ging rein. Ein Lächeln umspielte ihr Gesicht.
    
    "Ach, Frau Neuhaus, ähmm, Sandra", sagte sie. "Du siehst aber ein wenig mitgenommen aus heute."
    
    "Ja, Kopfschmerzen, aber viel mehr Kopfschmerzen habe ich wegen Uwe. Er ist verschollen."
    
    Sie seufzte. "Ja, ich weiß."
    
    "Ach, das wisst ihr?! Und da sagt mir keiner Bescheid!" Meiner Stimmlage war jetzt vermutlich eine leichte Empörung anzumerken.
    
    "Entschuldigung. Ich wollte ja, aber Piere hat gesagt, wir sollen noch warten. Ich hätte dich sonst nachher angerufen!"
    
    Ich bekam einen Schreck. "Hatte er da einen Unfall?"
    
    "Was, in Kopenhagen? Nee."
    
    Jetzt war ich völlig verwirrt. "Wieso Kopenhagen? Mir hatte er gesagt, er muss nach Marseille."
    
    "Das haben wir dann auch gemerkt, dass er dort war. Aber da ist er nicht mehr. Jedenfalls nicht in der dortigen Zweigstelle. Eigentlich sollte er in Kopenhagen unsere neue ...
    ... Zweigstelle einweisen. Aber da ist er am Freitag nicht mehr aufgetaucht."
    
    "Mir hatte er gesagt, Zweigstelle Marseille einrichten." Die Sache wurde immer rätselhafter. Und ich zunehmend verzweifelter.
    
    Sie lächelte gequält. "Das war wohl falsch. Marseille haben wir doch schon über ein Jahr."
    
    "Was ist denn da passiert? Wieso sagt er mir was falsches? Und wieso haut er da ab und fährt woanders hin?"
    
    "Das wüssten wir auch gerne. Die Krankenhäuser haben wir alle abgeklappert und bei der Polizei ist er auch nicht gelandet. Das haben wir schon gecheckt."
    
    "Und was lief da jetzt genau?" Ich fühlte mich zunehmend wie verarscht. Die wusste doch mehr!
    
    "Sandra, tut mir leid, aber das darf ich dir nicht sagen. Noch nicht. Bitte habe Verständnis!" Jetzt liefen doch erste Tränen bei mir. Regina schaute mich verständnisvoll an, ihre Miene blieb aber verschlossen. "Geh nach Hause, Sandra. Wir melden uns bei dir, wenn wir mehr wissen, wenn wir Neuigkeiten haben. Es ist wirklich kompliziert und ... bitte glaub mir."
    
    "Danke, Regina", quetschte ich noch heraus. Ich nahm mich zusammen und wischte mir meine Tränen weg. Ich bewegte mich Richtung Fahrstuhl und fuhr ins Erdgeschoss, gab die Besucherkarte ab. Ein gutes Gefühl hatte ich nicht, aber ich würde hier erst einmal nichts ausrichten können. Sollte ich nach Marseille fahren? Als ich zur Tür ging und in meiner Gedankenwelt versunken ins Nichts schaute, stieß ich dabei mit jemanden zusammen. Ich blickte auf und ins Gesicht von .... ...
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