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Milfy Way
Datum: 24.10.2026, Kategorien: Verführung
... anmelden. Das wäre es dann." Ich bekam einen Schreck. Sogar einen Riesen-Schreck. "Und Uwe wäre dafür verantwortlich?" "So sieht's leider aus." "Scheiße", entfuhr es mir. "Ja, Scheiße. Also ich versuche bis morgen hier fertig zu werden, dann sollte ich hier aufschlagen und dann rufe ich dich noch mal an." "Gut, Piere. Soll ich hier noch was machen?" "Ja. Schmeiß die Blumen weg, leg einen Zettel für Evelyn hin, und schau noch mal ein wenig gründlicher. Vielleicht entdeckst du ja noch was." "Mache ich. Viel Glück Piere. Woher hast du überhaupt meine Handynummer?" "Uwe hatte mir die mal gegeben. Für alle Fälle, sagte er." "Na an diesen Fall hat er da wohl noch nicht gedacht damals, oder?" "Das vermute ich auch. Dank dir. Bis dann." Ich legte auf. Jetzt erst stöhnte ich auf und entließ die angestaute Luft. Am liebsten hätte ich jetzt noch mal Scheiße gerufen, ganz laut, aber das verkniff ich mir. Ich schaute mir den Mülleimer an. Komplett leer. Der Blumenstrauß wanderte dort rein. Ich ging nochmal hoch ins Schlafzimmer. Öffnete den Schrank. Es war aber kein Liebhaber drin. Nur fehlende Sachen. Ich wusste genau, dass vorher viel mehr Kleider da drin gehangen hatten. Ich zog die Schublade auf. Gähnende Leere im Dessousvorrat. Ein paar lagen dort noch, aber das waren wohl ausgemusterte. Mich beschlich ein Verdacht. Aber hier würde ich nichts mehr entdecken können. Ich ging hinaus, schloss die Tür, und fuhr nach Hause. Dort überspielte ich den Film auf ...
... den Desktoprechner. Hier am großen Bildschirm war das alles viel besser zu erkennen. Die zweite Person war trotzdem nicht zu identifizieren. Wieder und wieder spulte ich den Film ab. Studierte die Bewegungen. Dann war ich mir sicher. Die zweite Person war Evelyn! Ich erkannte es am Gang, und an einer Geste. Jetzt wurde mir einiges klar, das Bild baute sich auf, und meine Welt brach zusammen. Stundenlang musste ich vor dem Rechner gesessen haben, nahezu bewegungslos, zwischendurch immer wieder weinend, heulend. Erst als ich mal musste, war ich wieder in der Gegenwart. Ich hatte keinen Plan, was ich nun machen soll. Das Leben, zumindest das, wie ich es bisher hatte, war komplett den Bach runtergegangen. Alles weg! Ich müsste mit jemanden reden. Aber mit wem? Mit der Nachbarschaft hatte ich nur lose Kontakte. In meinem Laden konnte ich auch keinen ins Vertrauen ziehen. Noch nicht einmal Vanessa. Da musste ich die Coole bleiben, die, welche alles im Griff hat. Meine Friseurin und Fitnessklubkumpeline Samira? Mit ihr konnte ich zwar gut reden, über fast alles, aber die war eine Plaudertasche. Es würde dann die Runde machen. Meine Schulfreundinnen von damals waren in alle Winde verstreut. Kein Kontakt mehr. Ich konstatierte, dass ich ganz schön einsam geworden war. Seit ich mit Uwe zusammen war, bestand meine private Welt fast nur noch aus Uwe. Und jetzt war er weg. Plötzlich hatte ich eine Idee. Julian! Ich nahm mein Handy und schrieb eine SMS: 'Können wir uns treffen? NUR ...