1. Milfy Way


    Datum: 24.10.2026, Kategorien: Verführung

    ... nochmals den Kopf. "Ich war da mal vor einem halben Jahr, aber alleine. Eine Modeschau über Strickmode. Sonst fahre ich dazu immer nach Paris, aber das war da echt mal was anderes. An dem fraglichen Datum war ich auf Sylt. Zwei Tage, von Montag zu Mittwoch. Ein Sonderangebot vom Hotel wo wir schon ein paar mal waren." Ich hielt ihm mein Handy hin, zeigte Fotos, auch einige Selfies waren dabei.
    
    "Und wo ist da Uwe?"
    
    "Der war da nicht mit. Den habt ihr doch da nach Riga geschickt!"
    
    "Wir haben nichts in Riga!"
    
    "Was? Also, das wird ja immer mysteriöser!" Ich schüttelte den Kopf.
    
    "Ja. Gut, Sandra. Ich glaube dir. Dann hat wohl jemand deinen Namen benutzt."
    
    "Und wenn Uwe das war ... was wollte er in Mailand? Und mit wem war er da? Mit Evelyn?"
    
    "Das wissen wir eben nicht. Evelyn war es jedenfalls nicht, die war an dem Tag hier. Der Gast mit diesem Namen war da nur eine Nacht. Unsere Firma hat auch da nichts in Mailand. Auch nicht unsere Dependancen."
    
    Ich fiel regelrecht zusammen. "Eine Sackgasse, oder?"
    
    "Scheint so!" Mir kamen die Tränen. "Sandra, lass das. Ich kann keine Frau weinen sehen!"
    
    "Es ist keine Waffe, Piere!", stieß ich mit tränen-erstickter Stimme hervor. Es kommt einfach so!"
    
    "Ist ja gut, Sandra. Komm, trink noch mal einen Schluck!" Das tat ich und kam auch wieder herunter. Der Cognac hatte aber etwas getriggert. Mein Magen knurrte und erinnerte mich daran, dass ich heute nach dem Frühstück nichts mehr gegessen hatte.
    
    "Oh, höre ich da ...
    ... etwa den hungrigen Magen einer schönen Frau?"
    
    Ich versuchte zu lächeln. "Uwe hat das auch mal gesagt. Für ihn war ich aber die schönste Frau."
    
    "Wenn du das für mich auch bist, dürfte ich das aber nicht sagen. Das weißt du doch, Sandra!" Ich versuchte erneut zu lächeln, antwortete aber nicht. "Weißt du was? Ich schau mal was ich finde und versuche für dich was zu zaubern. Für uns."
    
    "Ach Piere! Jetzt machte ich dir auch noch Arbeit!"
    
    "Sandra, das lenkt mich wenigstens von der Scheiße ab die hier läuft. Mach es dir bequem. Wird eine Weile dauern." Ich wechselte meinen Platz zum Sofa hin, und Piere verschwand in die Küche. Ich checkte erst einmal mein Handy, da wurde ich vom Klingeln des Haustelefons von Piere aufgeschreckt. Unbekannte Nummer. Was sollte ich tun? Piere war ja in der Küche. Ich nahm ab. Wäre blöd jetzt meinen Namen zu sagen. Auch ein 'Hallo' wäre doof. Was wäre, wenn da Evelyn dran ist? So horchte ich also nur. Es sagte am anderen Ende aber auch keiner was. Man hörte nur ein Atmen, und merkwürdige Geräusche. Ein Rumpeln, Stimmen. Dann wurde aufgelegt. Ich konnte vorher aber noch deutlich hören, dass jemand 'Haltestelle: Stephansplatz' sagte. Oder war es 'Halt: Stephansplatz'? War aber auch egal. Jetzt war ich mir sicher, dass das Evelyn war. Wer sonst würde so anrufen und nichts sagen?
    
    Ich wollte schon aufstehen und es Piere sagen, aber ich rief mich wieder zurück. Das musste er nicht wissen. Ich würde die Sache jetzt selbst in die Hand nehmen. Das ...
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