1. Viktoria- Das Wiedersehen


    Datum: 27.10.2026, Kategorien: Verführung

    ... Platz frei?''
    
    Er sah mich an. ''Immer, Cousinchen.''
    
    Ich nickte ihm zu. ''Pass auf was du sagst.''
    
    Er lachte. ''Niemals. Möchtest du was trinken?''
    
    Wollte ich, ja. Über dem Unterschrank wo die Heizung verbaut war hatte er einen zweiten Kühlschrank. Er nahm zwei kleine Wasserflaschen heraus. Wir gingen damit wieder raus. Rüber zum Pavillon, auch dort war eine Sitzecke mit Tisch und Stühlen. Praktische Gartenstühle zum Umklappen. Wir setzten uns.
    
    ''Viel Platz,'' sagte ich und trank einen Schluck.
    
    ''Meine damalige Verlobte wollte nicht so eingeengt sein.'' Er lächelte mich an. ''War sie dann aber nach einem Jahr doch. Von unserer Beziehung. Shit happens.''
    
    ''Dafür hast du jetzt ausreichend Platz.''
    
    Er nickte. ''Was ist mit dir, Tori? Wer wartet auf dich bei dir zu Hause?''
    
    Ich zuckte die Schultern. ''Nur meine Arbeit.''
    
    ''Kein Freund? Du bist jung und wunderschön.''
    
    Ich lachte ihn an. ''Vielleicht genau deswegen. Will mich nicht einengen lassen.''
    
    Ole grinste mich an. ''Ah ja, Und du arbeitest wirklich im Garten- und Landschaftsbau?''
    
    ''Man ist viel draußen, in der Natur, ja. Ich bin in der Baumpflege. Wir schneiden Bäume aus, oder fällen sie gegebenenfalls.''
    
    ''Wow, Tori. Holzfällerin. Respekt.''
    
    Ich lächelte ihn an. ''Ich wollte was Besonderes machen. Aufs Studieren hatte ich keine Lust. Das kann ich immer noch. Mama und Papa waren zwar nicht begeistert, aber sie akzeptieren war ich tue.''
    
    ''Auch dass du jetzt hier ...
    ... bist?''
    
    Ich zuckte die Schultern. ''Ja. Warum nicht? Und sie wissen es sowieso nicht.''
    
    Er betrachtete mich. Und schwieg.
    
    ''Und du? Immer noch freischaffender Künstler?''
    
    ''Und Taugenichts?'' Er lachte mich an. Ja, so wurde er in der Familie oft betitelt. Aber er schrieb Bücher, war Maler und Fotograf. Verdiente damit seinen Lebensunterhalt. Also war es nicht verkehrt.
    
    ''Du kommst gut klar, Ole. Da ist nichts gegen zu sagen.''
    
    ''Und ich lebe auf einem Campingplatz.''
    
    Ich lachte ihn an. ''Beneidenswert.''
    
    Er grinste. ''Wie gesagt, Tori, du bist eingeladen.''
    
    Ich sah ihn an, seine blauen Augen blitzten in der Sonne. Ich knabberte kurz meine Unterlippe.
    
    ''Mein Camper steht vor dem Tor.''
    
    ''Oh,'' sagte er dazu.
    
    *
    
    Jetzt stand er schräg neben dem Pickup. Ole schloss das Tor wieder. Ich stieg aus und wir lächelten uns an. Ob es jetzt eine gute, vernünftige Idee war? Nun ja. Das behauptet niemand. Cousin und Cousine.
    
    ''Ein Beruf der für ein Mädchen außergewöhnlich ist, und jetzt noch ein Fahrzeug das genauso ist.''
    
    Ich zuckte die Schultern. ''Ich bin gerne unterwegs. Und für meinen Job ist er auch praktisch. Campingklo. Privatsphäre.'' Was stimmte. Gerade die Toilettengeschichte. Dixie Toiletten waren im Sommer nicht gerade toll. Und in meinem Wagen hatte ich alles, konnte mich auch in Ruhe mal umziehen. Mein Boss hatte es auch abgesegnet. Also durfte ich mit meinem Van zu den Baustellen fahren.
    
    Ich zeigte Ole den Wagen. Hinten war meine Schlafkoje, ...
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