1. Viktoria- Das Wiedersehen


    Datum: 27.10.2026, Kategorien: Verführung

    ... darunter der Stauraum für Gerätschaften. An der Fahrerseite meine Nische mit der Campingtoilette, dann eine kleiner Kühlschrank und die Gasheizung. Ein schmaler ausklappbarer. Drehbare Vordersitze. Klein, aber für mich alleine reichte es immer. Draußen war eine große Markise angebracht. Dafür hatte ich auch Seitenteile zum einhängen, falls ich mal länger irgendwo bleiben wollte.
    
    ''Eigenbau?''
    
    Ich nickte, und strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht. ''Zusammen mit einem Freund, ja.''
    
    ''Freund, ja?''
    
    Ich grinste ihn an. ''Ja. Freund. Mehr nicht. Simon ist schwul. Mein bester Freund.'' Ich sah auf zu ihm. Er erwiderte meinen Blick etwas unsicher. ''Seit mein Lieblingscousin weggezogen ist.''
    
    ''War nicht so einfach, damals.'' Seine Stimme war etwas nervös.
    
    Ich nickte. Die Scheidung seiner Eltern war nicht sehr sauber gewesen. Wusste ich. Aber das schlimmste für mich war, dass Ole ging. Nun ja.
    
    ''Brauchst du Strom im Wagen?''
    
    Ich schüttelte den Kopf. ''Nein. Ich schlafe nur drin.''
    
    Er sah mich an. ''Du kannst auch das Gästebett haben, Tori.''
    
    ''Ich habe meins ja dabei.''
    
    ''Gut so. Vielleicht schnarchst du ja.''
    
    Ich zeigte ihm meine Zunge. ''Von wegen. Ich zieh mich um, dann zeigst du mir etwas mehr von dem Platz hier.''
    
    ''Allright.''
    
    Wir lächelten uns an, er ging dann um den Wohnwagen herum, und ich stieg in meinen Camper. Ich hatte unter der Koje zwei Fächer auf Rollen, darin hatte ich meine Klamotten. Da es warm war zog ich mir ...
    ... eine kurze Hose an, tauschte das Tanktop gegen ein bauchfreies Shirt und fertig. So viel mehr hatte ich eh nicht dabei. Das in den Fächern war quasi die Notfallausrüstung falls ich mal spontan irgendwo blieb. So wie jetzt. Ob es schlau war oder nicht. Aber schließlich hatte ich die ganze Woche noch frei. Da kam es auf einen Tag und eine Nacht nicht an. Ich behielt die Sandalen und ging auch wieder um den Wagen herum. Er wartete unter dem Pavillon, sah mich lächelnd an.
    
    ''Die hübscheste Frau der Tudor Sippe.''
    
    ''Nach Mama,'' sagte ich.
    
    Er schüttelte den Kopf. ''Sehe ich anders.''
    
    ''Weil ich jung bin.''
    
    Er zuckte die Schultern. ''Jung? Du bist sechs Jahre gealtert.''
    
    Ich zeigte ihm meinen Mittelfinger und wir lachten. Dann nahm er mich auf eine Führung mit. Es gab knappe dreißig Parzellen, ein Drittel davon war an das interne Versorgungssystem angeschlossen. Wasser und auch Abwasser. Strom gab es an jeder Parzelle. Nicht jeder Platz war belegt, und nicht jeder auf dem ein Mobilheim stand, sah aus als ob jemand regelmäßig da war. Ole sagte dass aber auch viele der Dauercamper hier von weiter weg kam. An einem großen Wohnwagen mit Vorzelt blieben wir kurz stehen. Hier flatterte die vernünftige Fahne im Wind. Die mit der Raute. Er zeigte mir das große Wasch- und Toilettenhaus was ziemlich zentral lag, und das kleinere Häuschen am Ende des Platzes. Dann ging es eine kleine Böschung runter an den Fluss. Die Weser war nicht der sauberste Fluss und kaum mit der Elbe zu ...
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