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Cynthia 24
Datum: 01.11.2026, Kategorien: Porträt,
... diesen seinen Worten eilte ich aus dem Untersuchungszimmer. Am Empfang bekam ich im Gehen noch ein großes Kuvert überreicht und dann machte ich mich schnell auf den Weg zu den anderen Ärzten. Die Blutabnahme und das Röntgen gingen recht fix und so war ich wie versprochen um dreizehn Uhr im Laden. Es standen einige Entwürfe zum Zeichnen an, und so verschwand ich gleich in meinem Büro. Erst jetzt, in der Ruhe mit meinem Bleistift und Zeichenblock, wurde mir bewusst, welche Entscheidung ich gerade getroffen hatte. ‘War das die richtige Entscheidung’, blitzte der Gedanke durch meinen Kopf. Aber als ich vor meinem inneren Auge wieder das zu erwartende Ergebnis sah, begann ich ganz für mich alleine zu lächeln und wieder spürte ich die Nässe zwischen meinen Beinen. Für mich selbst beschloss ich niemandem etwas zu sagen, weder Christian noch Nadine noch sonst wem. Lediglich Sylvia musste ich erklären, warum ich fünf Tage fehlen würde. Ich sagte ihr aber nichts von der Operation, sondern schob einen Kurzurlaub mit Christian vor. Sie meinte nur: “Du hast dir sowieso mal einen Urlaub verdient. Aber der Zeitpunkt ist halt ziemlich blöd.“ “Ich werde in der Woche alles fertig machen, dass du mich eine Woche entbehren kannst”, versprach ich. Sylvia nickte dann nur und so war es fix. Jetzt musste ich nur noch für Christian eine Ausrede finden, warum ich Freitag, Samstag nächste Woche nicht da war. Offenbar stand diese ganze Aktion unter einem guten Stern. Denn am Abend erklärte mir ...
... Christian, dass ein ehemaliger Arbeitskollege, der jetzt in Deutschland wohnt, an besagtem Wochenende in die Stadt kommt. Schlau, wie ich bin, nahm ich das gleich zum Anlass und sagte: “Triff dich mit ihm alleine, ihr habt sicher viel zu besprechen. Ich fahre dann für zwei Nächte zu meinen Eltern, hab’ ja auch einiges zu erzählen.“ Natürlich wusste meine Mutter über fast alles Bescheid, was mein Leben betraf, aber das musste Christian in dem Fall ja nicht wissen, und ich hatte eine gute Ausrede. So war alles für die OP gebongt. Das Wochenende und die folgende Woche waren wieder wunderschön mit Christian. In der Arbeit war es etwas stressig, weil ich noch so einiges fertig machen wollte, damit Sylvia nicht im Chaos versinkt. Ab Donnerstagabend wurde ich dann leicht nervös. Ich packte einen kleinen Koffer, ich fuhr ja offiziell zu meinen Eltern und versuchte dann, nach wieder einem heftigen Liebesspiel mit Christian, zu schlafen. Was mir nur sehr halbherzig gelang. Am Freitagvormittag war ich noch kurz im Geschäft, bevor ich mich dann um elf Uhr Richtung der Klinik verabschiedete. Sylvia wünschte mir noch einen schönen Urlaub, und ich musste innerlich grinsen. In der Klinik angekommen, wurde ich wieder herzlichst begrüßt und in ein Patientenzimmer geführt. Dort zog ich mich aus, legte das berühmte OP-Hemd an und legte mich ins Bett. Bevor es losging, kam der Herr Doktor noch einmal vorbei, um mich zu begrüßen und mir gut zuzureden. Ich drückte ihm meine zwei Nippelpiercings ...