1. In den Bergen Tirols


    Datum: 03.11.2026, Kategorien: Romantisch

    ... einem neckischen Pony gebunden, der perfekt zu ihr passte. Sie wirkte ein wenig verspielt, irgendwie zerbrechlich, aber gleichzeitig auch stark.
    
    "Die Fahrt mit der Rodel war wirklich schön", begann sie schließlich und sah nachdenklich auf das Holz der Bank vor uns. "Ja, es war ein Abenteuer. Und die Aussicht hier ist einfach atemberaubend", erwiderte Ben ein wenig verlegen. "Danke, Ben", flüsterte sie, ihre Stimme so leise, dass er sie fast nicht gehört hätte, wenn Ben nicht so aufmerksam auf sie geachtet hätte.
    
    Ben spürte, wie sein Herz schneller schlug. Er wusste nicht genau, warum, aber irgendwie fühlte es sich so anders, wenn sie ihn ansah.
    
    "Meinst du den Abflug von der Rodelbahn?", fragte Ben verlegen. "Nicht nur", antwortete sie und zog ihre Beine ein Stück näher an sich heran, als würde sie sich nach mehr Geborgenheit sehnen. "Ich danke deinen Eltern für ihren Einsatz und vor allem dir. Du warst an meiner Seite, als ich am tiefsten gefallen bin und deine Unterstützung am dringendsten gebraucht habe. Ich weiß nicht, wie ich es ohne dich geschafft hätte. Walter war ein Narzisst und neigte zur Selbstverherrlichung und Gewalt. Eine gefährliche Kombination. Dass er mir gegenüber handgreiflich wurde, nagt bis heute an mir. Dieser wunderschöne Ort bringt mich auf andere Gedanken. Dazu die Rodelfahrt mit dir, ich habe sie genossen." Ihre Stimme war ruhig, aber der Blick, den sie Ben zuwarf, sprach Bände. Es war ein Blick, der tiefer ging, als er je gedacht ...
    ... hätte.
    
    Ben war perplex. So offen hatte sie nie mit ihm über ihre Gefühle gesprochen. Ihre Worte hinterließen bei Ben ein seltsames Gefühl - eine Mischung aus Dankbarkeit und etwas anderem, das er nicht ganz benennen konnte. Er hatte das Gefühl, dass sie ihn etwas anvertraute, das weit über eine übliche Beziehung hinausging.
    
    "Gern' geschehen, Isabella", murmelte Ben und versuchte, die aufkommende Unsicherheit in ihm zu verbergen. Doch in diesem Moment war es nicht mehr nur eine einfache Gefälligkeit. Es war etwas viel Komplexeres und er spürte, wie sich alles veränderte, als ihre Augen ihn erneut trafen.
    
    Die Sauna wurde zunehmend heißer, und die Luft schien regelrecht zu flimmern. Isabella musterte Ben mit einem Blick, der eine Mischung aus Neugier und etwas anderem war, das er nicht ganz greifen konnte. Ben hatte nur ein kleines Handtuch um die Hüften gebunden und ihre Augen schienen förmlich an diesem Detail zu haften.
    
    "Ich wusste gar nicht, dass du so durchtrainiert bist", sagte sie und zog dabei die Augenbrauen leicht hoch, wie um ihren Gedanken Nachdruck zu verleihen.
    
    Ben zuckte die Schultern, bemüht, gelassen zu wirken. "Na ja, ich spiele Fußball seit ich fünf bin und gehe regelmäßig ins Fitnessstudio."
    
    Isabella schürzte die Lippen, als wollte sie etwas sagen, entschied sich aber dagegen. Stattdessen legte sie sich entspannt auf die Holzbank, griff nach ihrem Handtuch und ließ es mit einer beiläufigen Bewegung fallen. Plötzlich lag sie vollkommen nackt vor ihm. ...
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