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Hochverrat oder was im Krieg nicht sein durfte
Datum: 04.11.2026, Kategorien: Romantisch
... hatte, sich ihnen nicht anzuschließen, hatte er sich dem Stalag 4 zuteilen lassen. Was heißt schon er? Einer der Skatbrüder seines Vaters, hatte mit Mutterns Hilfe die Strippen gezogen. Anton blieb also in der Heimat und lernte eifrig mit der Flak umzugehen. Sein Vorgesetzter war sehr zufrieden. Da Anton schon immer einen Faible für Physik und Mathematik hatte, fielen ihm die schnellen Berechnungen von Winkeln leicht und er avancierte schnell zum Richtschützen. Während die Offiziere und Unteroffiziere ihre Unterkünfte im Objekt hatten, waren die Jungs im 2 Schichtsystem eingeteilt. Um die Unterbringungsproblematik nicht weiter zu strapazieren, durften die Jungs aus der Gegend, jeden Tag nach Hause. Ein weiterer Vorteil bestand darin, sie nur halbtags verpflegen zu müssen. Anton wanderte also jeden Tag die 5 km über den Berg nach Hause. Für ihn war das kein Problem. Mit der HJ waren sie viel in den Bergen unterwegs und da seine Schule auch in Hohnstein lag, ging er den Weg, durch den Tiefen Grund schon seit vielen Jahren. Als er und Helmut noch Kinder waren, spielten sie viel hier oben im Wald. Im Sommer holten sie sich ihre Abkühlung in dem kleinen Bergsee, der versteckt zwischen den Bäumen, nur wenigen Einheimischen bekannt war. Oberleutnant Hinrichs war mit der Ausbildung der 5 Jungs betraut worden, die ihm Mitte August zur Verstärkung seiner Besatzung, überlassen wurden. Recht glücklich war er nicht über die Kinder, wie er sie nannte. Seit Wochen ...
... hockten sie nun an der Flak und nichts war passiert. Die Alliierten Bomber griffen zwar weiterhin Dresden an aber nahmen eine andere Anflugrichtung. Die Ruhe sollte aber bald vorbei sein. Sie versuchten keine Gefangenenlager anzugreifen, zu welchem die Burg Hohnstein umgewandelt worden war. Eigentlich war hier die Verwaltung der vielen kleinen Lager, die sich im Umkreis befanden und die umliegende Industrie und die Bergwerke mit Arbeitskräften versorgten. Auf der anderen Elbseite versuchte die Wehrmacht eine Treibstofffabrik aufzubauen. Irgendwie hatte der Feind davon Wind bekommen und schickte Bomber um alles im Keim zu ersticken. Zum ersten Mal kamen sie zum Einsatz als 22.00 Uhr Abends die Sirenen heulten. In der hellen Sommernacht konnte man die Bomber gut erkennen. Das Treffen war schon wesentlich schwieriger. Das hier, war etwas anderes als die Trockenübungen der letzten Wochen. Geschoss um Geschoss verließ die Rohre des Geschützes. Anton hatte gut gezielt. Rauchschwaden drangen aus dem Motor, einer Maschine und zwang sie zum Abdrehen. Freudetaumelnd jubelte die Mannschaft auf. Der Geschützführer Oberleutnant Hinrichs klopfte ihm anerkennend auf die Schulter als der Angriff vorbei war. Es war inzwischen 6.00 Uhr morgens und die Ablösung übernahm das Geschütz. "Gefreiter Münzer" rief Hinrichs als er am Büro des Kommandanten vorbei kam. "Zu Befehl Herr Oberleutnant" brüllte Anton und stand sofort stramm. "Kommen sie mal zu mir herein" sprach er, in ...