1. Hochverrat oder was im Krieg nicht sein durfte


    Datum: 04.11.2026, Kategorien: Romantisch

    ... Anna zu töten, brachte er nicht übers Herz.
    
    "Du Feigling!" brüllte Menkes "Bist du zu blöd so eine Russenschlampe zu erschießen?" Menkes zückte seine Pistole und trat hinter Anastasia. Sie spürte den Lauf an ihrem Kopf und blickte dabei ängstlich in Antons Augen.
    
    Ein Schuss und dann Antons herzzerreißender Schrei, hallte durch das ganze Lager und zerriss die trügerische Stille. Erst jetzt merkte man, dass nicht einmal ein Vogel zu hören war.
    
    Anna fiel vorn über in Antons Arme. Tränen standen ihm in den Augen und ein unermesslicher Schmerz erfüllte sein Herz. Auch sein Herz blieb stehen und sein Leben schien zu Ende.
    
    Doch was war das? Ein leichtes Zucken, ein leichtes Zittern. Plötzlich regte sich etwas in seinen Armen. Anastasia rappelte sich. Völlig verwundert schauten sich die Beiden in die Augen. Hatten sie sich doch, mit ihren Blicken schon voneinander verabschiedet und jetzt. Was war passiert?
    
    Langsam und ungläubig schauten sie hinter Anastasia. Helmut stand kreidebleich, noch immer mit seinem Karabiner im Anschlag da. Unter Menkes, der am Boden lag, bildete sich eine Blutlache.
    
    Helmut kam langsam wieder zu sich und warf sein Gewehr weg. Ihm folgten die anderen ihrer Gruppe nach. Sie wollten nicht töten. Sie wollten nicht kämpfen.
    
    Anton und Anastasia fielen sich in die Arme und küssten und herzten sich, was das Zeug hielt.
    
    Doch ihr Martyrium sollte noch nicht zu Ende sein. Minuten später drangen Soldaten der Roten Armee in das Lager ein und ...
    ... besetzten es ohne Gegenwehr. Allen Beteuerungen und Fürsprachen zum Trotz, wurden Anastasia und Anton erneut getrennt. Er wurde sofort mit den anderen Soldaten auf eine Lkw verfrachtet und in ein Gefangenenlager verbracht.
    
    Seltsamerweise wurden die ehemaligen Kriegsgefangenen erst einmal mit einer kleinen Mannschaft zurück gelassen. Die Front war immer noch in Bewegung und da hatte man keine Kapazitäten, um sich um sie zu kümmern.
    
    2 Tage blieben sie unter sich. Anastasia versuchte Informationen zum Verbleib der gefangenen, deutschen Soldaten zu erhalten. Der Nachschub funktionierte gleich gar nicht und so hatten sie von Tag zu Tag weniger zu Essen.
    
    Anastasia fasste einen Entschluss. Hochschwanger wie sie war, machte sie sich auf den Weg. Die Soldaten die kaum älter waren als sie, vermochten es nicht sie aufzuhalten. Sie war Frei und konnte gehen, wohin sie wollte. Die Burg Hohnstein war von Weitem zu sehen und wies ihr den Weg.
    
    Fast einen Tag hatte sie bis Waitzdorf gebraucht und klopfte nun völlig entkräftet an die kleine Holztür. Zaghaft öffnete sich die Tür einen winzigen Spalt.
    
    "Mama....Hilfe" hauchte Anastasia mit ihren letzten Kräften. Antons Mama sprang ihr sofort entgegen als sie Anna erkannte. Freudig umarmten sich die beiden Frauen. Mama gewahrte erst jetzt die riesige Murmel, die Anna vor sich her trug. Freudig schaute sie Anna fragend an.
    
    Sie war so zufrieden mit sich, zu Hause angekommen zu sein und machte mit ihrem Kopfnicken, die alte Frau ...
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