1. Hochverrat oder was im Krieg nicht sein durfte


    Datum: 04.11.2026, Kategorien: Romantisch

    ... unheimlich glücklich.
    
    Doch nun stellte sie die Frage, die Anastasia ungern beantwortet hätte.
    
    "Anton?" fragte Mama. Tränen standen in Annas Augen als sie zu erklären versuchte, dass er in Gefangenschaft war und niemand wusste wo.
    
    Das Radio berichtete Tage später vom Kriegsende. Und so wie das Eine endete, begann etwas Neues. Am 8. Mai bahnte sich ein neues Leben, den Weg in die Freiheit. Die Wehen hatten eingesetzt. Ärzte waren nicht verfügbar und so brachten die zwei Frauen zusammen, ein gesundes Mädchen auf die Welt. Geschafft aber überglücklich hielt Anastasia das kleine Wesen in ihren Händen.
    
    Auch Hildegard konnte sich an dem kleinen Wonneproppen nicht satt sehen. Schließlich war es ihr erstes Enkel.
    
    Provisorisch hatte Mama Kleidung für die Kleine gezaubert. Katja sollte es an nichts fehlen. Doch das gestaltete sich mehr als nur schwierig.
    
    Die Zeiten waren nicht rosig. Überall herrschte Leid. Die ausgebombten Großstädter suchten auf dem Land Unterkunft und die Russen Verpflegung für ihre Mannschaften.
    
    Man hörte immer wieder von Plünderungen und Vergewaltigungen. Mit ihrer kleinen Landwirtschaft hatte Antons Mutter einige Reserven und die Hühner lieferten frische Eier und somit etwas zum tauschen.
    
    5 Wochen war Katja jetzt alt. Mit einem lauten Knall wurde ihre Tür aufgetreten und drei russische Soldaten kamen herein gestürmt.
    
    Doch so schnell sie in das Haus eingedrungen waren, so schnell traten sie den Rückzug an. Mama hatte Anastasia noch nie ...
    ... so in Rage gesehen. Mit einem Redeschwall russischer Schimpfwörter trieb sie die Eindringlinge, zurück aus dem Haus.
    
    "Ihr Nichtsnutze, habt ihr kein Benehmen? Bei uns zu Hause hat man angeklopft, wenn man ein Haus betritt."
    
    Der Offizier der im Lkw saß, hatte die Szene belustigt mit angesehen und stieg nun ebenfalls aus. Mit einem Fingerzeig deutete er seinen Leuten an, in den Laster zu steigen.
    
    "Entschuldigen sie bitte junge Dame. Ich bin ein wenig irritiert. Sie sprechen perfekt russisch." machte er seiner Neugier Luft.
    
    "Das könnte daran liegen, dass das meine Muttersprache ist." antwortete Anastasia immer noch ein bisschen gereizt.
    
    Nun war seine Neugier vollends geweckt. "Darf ich fragen....wie?
    
    Jetzt musste selbst Anastasia lachen. Sie schien, selbst ihn völlig aus dem Konzept gebracht zu haben und musste schon zugeben, dass die Konstellation total unglaublich war.
    
    Von dem ganzen Krach, war nun auch Katja wach geworden und machte sich lautstark bemerkbar.
    
    Anastasia drehte sich um und eilte zu ihrer Kleinen. Tür gab es ja keine mehr und so folgte der Offizier ihr hinterher.
    
    Anastasia nahm Katja aus ihrer Wiege und versuchte sie zu beruhigen.
    
    "Darf ich sie mal nehmen?" fragte er sichtlich angetan, von der Kleinen. "Meine Tochter ist jetzt schon zwei Jahre alt und ich habe sie noch nicht einmal gesehen."
    
    Anastasia merkte, dass ihn das sehr bedrückte und legte ihm die Kleine behutsam in die Arme. Er wusste sofort wie er sie halten musste. Der ...
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