1. Hochverrat oder was im Krieg nicht sein durfte


    Datum: 04.11.2026, Kategorien: Romantisch

    ... los. Da Helmut sowieso an Münzers Hof vorbei kam, war es kein Umweg und er setzte alle Drei, unversehrt zu Hause ab.
    
    "Wer ist er?" hatte Anyssa Anastasia neugierig ausgefragt als sie im Heu lagen.
    
    "Er ist unser bester Freund. Erinnerst du dich an die Geschichte, wie Anton und ich zusammen gekommen sind? Er war derjenige, der mir und Katja das Leben gerettet hat."
    
    Anyssa war sichtlich beindruckt. Katja waren die Blicke vorhin nicht entgangen, deshalb fühlte sie ihrer Freundin etwas auf den Zahn. "Er gefällt dir wohl!"
    
    Augenblicklich trieb es Anyssa erneut das Blut ins Gesicht und sie leuchtete wie eine Tomate. Ertappt schaute sie verlegen zur Seite.
    
    "Er ist noch ungebunden." setzte Anna hinterher. Es war ja fast als würde sie ihn anpreisen wollen. Die Fahrt war leider schon zu Ende. Die Frauen stiegen ab und Katja kam begeistert aus dem Fahrerhaus.
    
    "Geht ihr schon mal vor." sprach Anna zu Anyssa und Katja, die sowieso schon aufgeregt zu Oma unterwegs war, um ihr von dem neuen Traktor zu berichten.
    
    Anyssa schaute noch einmal zurück und sah, wie Anna sich angeregt mit Helmut unterhielt, der immer wieder zu ihr schaute und sie mit seinen Augen verfolgte.
    
    Ein abschließendes Nicken, schien alles zu besiegeln, was sie miteinander besprochen hatten.
    
    Anna hielt sich bedeckt. Sie erzählte kein Sterbenswort als Anyssa sie dannach fragte. Ihr verschmitztes Lächeln und die Ungewissheit, trieb sie fast in den Wahnsinn. Sie wusste, dass sie über sie gesprochen ...
    ... hatten.
    
    Das Rätsel sollte sich aber zwei Tage später erst auflösen. Ihr ständiges Ausfragen über Helmut bestätigten Anna in ihrem Vorhaben.
    
    Hilde wurde eingeweiht, wenngleich sie dieser Sache noch etwas skeptisch gegenüber stand.
    
    Seit Antons Vater wieder Zuhause war lief die Landwirtschaft von ganz alleine. Selbst Anton hatte jetzt Zeit für seine Familie und er hatte halbtags in einem Maschinenbaubetrieb in der nahegelegenen Stadt angefangen. Schnell kristallisierten sich seine wahren Ambitionen heraus und er wurde ein wichtiges Mitglied der Belegschaft.
    
    Es war Samstag Nachmittag als Helmut, bei ihnen an der Tür schellte. Anyssa wurde augenblicklich unruhig. Ihr verlegener Blick, trieb Anastasia ein wissendes Lächeln ins Gesicht. Auch Helmuts Gesicht zeigte deutlich seine Freude als er Anyssa erblickte.
    
    Doch der kleine Wirbelwind hatte von diesen Gefühlen keine Ahnung und sprang mit einer Urgewalt, seinem Patenonkel in die Arme.
    
    Helmut liebte die Kleine abgöttisch. Ihrem Charme und ihrem kindlichen Lachen konnte sich keiner entziehen. Eigentlich war sie hier, der heimliche Chef.
    
    "Meine Süße" machte Anna zu ihr, "du gehst heute Nachmittag zu Opa und Oma. Das war nun gar nicht in Katjas Sinne, dass die Erwachsenen etwas ohne sie unternehmen wollten. Doch Anna blieb unerbittlich. Sie war noch die einzige, die die Kleine nicht um den Finger wickeln konnte.
    
    Helmut, Anyssa, Anton und Anastasia begleiteten sie noch nach nebenan zu den Großeltern, bevor sie sich ...
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