1. Hochverrat oder was im Krieg nicht sein durfte


    Datum: 04.11.2026, Kategorien: Romantisch

    ... nicht. Auf dem Weg dorthin erklärte ihr Anna : "Dort können die Kinder zusammen spielen und zusammen lernen."
    
    Von weitem schon hörten die Beiden das ausgelassene Treiben, das Gekreische und das fröhliche Kinderlachen.
    
    Plötzlich standen die Zwei mittendrin. Katja sprang in Anastasias Arme und Anyssas Hand wurde gegriffen und mit in den Strudel, Fange spielender Kinder gezogen.
    
    Anyssa tobte ausgelassen mit ihnen herum. Ihr Lachen ging über ihr ganzes Gesicht.
    
    Sie schien wirklich ein Händchen für Kinder zu haben, denn nicht einmal die Sprachbarriere war ein Hindernis.
    
    Anastasia beobachtete sie belustigt von der Tür aus. Frau Schulze die Kindergärtnerin hatte ebenfalls die fremde junge Frau beobachtet. Anastasia erklärte ihr, dass Anyssa zu Besuch bei ihnen war und sicher in den nächsten Tagen immer wieder mal dabei wär.
    
    "Sie hat ein Händchen für Kinder!" merkte Frau Drossel, ganz nebenbei, bewundernd an.
    
    Doch irgendwann ist auch der größte Spaß zu Ende. Anna fischte Anyssa aus den anderen Kindern heraus. "Hilde wird schon auf uns warten. Wir sollten los."
    
    Anyssa war sichtlich enttäuscht aber verstand.
    
    Kaum waren sie auf der Straße, wurden sie schon wieder aufgehalten. Helmut kam gerade auf einem nagelneuen Traktor vorbei und wurde stürmisch von Katja begrüßt.
    
    Vor einiger Zeit hatten sich seine Eltern entschieden, mit ihrer kleinen Wirtschaft einer LPG beizutreten. Die Genossenschaft fasste die kleinen Wirtschaften zusammen und konnte sie somit ...
    ... effektiver betreiben und den Ertrag steigern. Der neue Staat förderte dieses Ansinnen mit neuester Technik.
    
    Als Helmut ausgestiegen war und seinen kleinen Wirbelwind in Empfang genommen hatte, stellte Anna ihm auch Anyssa vor. Knallrot leuchtete ihr Gesicht und sie schaute verlegen zu Boden als dieser braungebrannte knackige Kerl, mit dem halboffenen Hemd, ihr die Hand reichte.
    
    "Es ist mir eine Freude dich kennen zu lernen:" begrüßte Helmut das junge Mädchen.
    
    "Onkel Helmut!" riss Katja ihn aus seinen Betrachtungen. Diese junge, hübsche Frau hatte seinen Blick wohl etwas zu lange gefangen gehalten. Die tiefdunklen Augen und das lange schwarze Haar, welches fast bis zu ihrem Po reichte, faszinierten ihn dermaßen, dass er alles Andere herum vergessen hatte.
    
    Auch ihm stieg plötzlich die Hitze ins Gesicht als er sich ertappt fühlte.
    
    "Helmut, Helmut" rief Katja erneut und zupfte an seinem Ärmel. "Kann ich mit dem neuen Traktor mitfahren?"
    
    Katja schien die Einzige zu sein, die nicht mitbekommen hatte, dass hier gerade eine eigenartige Stimmung herrschte.
    
    "Klar, kannst du mitfahren!" versuchte Helmut seine Verwirrung wegzuschieben, "und ihr springt hinten drauf."
    
    So schnell konnte er gar nicht schauen und die kleine Sechsjährige hatte das rote Monster erklommen und es sich auf dem Fahrersitz bequem gemacht.
    
    Anastasia und Anyssa sprangen auf den Hänger und schmissen sich in das Heu, was hinten drauf war. Helmut nahm Katja auf den Schoß und schon ging die Reise ...
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