1. Hochverrat oder was im Krieg nicht sein durfte


    Datum: 04.11.2026, Kategorien: Romantisch

    ... Beiden." Er sprach leise als er sie zu dem Zimmer führte und vorsichtig die Tür öffnete.
    
    Die Zwei sahen so süß aus nebeneinander. Die Frau des Leutnants kam aus der Dunkelheit und trat ins Licht der Tür. Anastasia wurde kreidebleich. Die Frau ihr gegenüber riss erschrocken die Augen auf als hätte sie einen Geist gesehen.
    
    Beide fielen sich in die Arme. Die Tränen rannen in Strömen. Beide Männer schauten sich verwundert an und verstanden die Welt nicht mehr.
    
    Dimitri schob die Beiden aus dem Zimmer und schloss hinter ihnen die Tür. Allen war klar, dass hier gerade etwas Weltbewegendes geschehen war.
    
    "Du lebst?" brachte Anastasia mit zittriger Stimme, die ersten Worte hervor. "Mariska." und schon wieder umarmte sie die Frauen schluchzend.
    
    Es dauerte gut 10 Minuten bis die Zwei sich einigermaßen beruhigt hatten. Anton hatte den Namen Mariska schon gehört. War das nicht der Name ihrer kleinen Schwester?
    
    "Mama, Papa, Kaja?" hörte er Anastasia flehentlich fragen. Mariskas Kopf senkte sich auf ihre Brust.
    
    "Mama und Kaja haben es nicht geschafft aber Papa." sie hob wieder ihren Kopf "lebt jetzt in Kaliningrad und es geht ihm gut". Wieder umarmten sich die beiden Frauen.
    
    Jetzt war selbst Dimitri klar, dass sich soeben zwei Schwestern, nach mehr als 10 Jahren wieder gefunden hatten. Sie redeten bis ins Morgengrauen. Dimitri war ins Bett gegangen und hatte Anton die Couch angeboten, dem irgendwann auch die Augen zufielen.
    
    Die Einzigen, die ausgeschlafen ...
    ... aufwachten, waren die zwei Mädchen und die waren sich so ähnlich, dass sie gleich den ganzen Laden aufmischten.
    
    Mit zerknautschtem Gesicht aber überglücklich berichteten sie Michail und seiner Familie, von diesem unglaublichen Glücksfall.
    
    Fortan sahen sie sich regelmäßig. Schon allein durch Anastasias neuen Job war sie mindestens einmal die Woche in der Kaserne. Gleich am nächsten Tag, hatte sie ihrem Vater einen Brief geschrieben, doch es dauerte noch Monate bis sie sich wieder in die Arme schließen konnten.
    
    Der Kreis hatte sich zusammengefügt. Anton hatte die Gelegenheit genutzt und längst überfällig, einen Termin für die Hochzeit gemacht.
    
    So konnte ihr Vater sie persönlich zum Altar führen.
    
    Es war inzwischen schon wieder Frühjahr geworden. Anastasia und Anton hatten kurz vor Weihnachten ihren Sohn und Katja einen Bruder bekommen.
    
    Annas Vater hatte für das Frühjahr ein Gastdozentenstelle an der Dresdner Universität erhalten. Anton und Anastasia setzten alle Hebel in Bewegung und planten ihre Hochzeit. Bald würde sie ihren Vater wieder sehen, ja sie würden sich alle wieder sehen. Zumindest die, die diesen elenden Krieg überlebt hatten.
    
    Anastasia und Mariska konnten die ganze Nacht nicht schlafen. Auch sie hatte, seit der Stationierung ihres Mannes, in Deutschland, ihren Vater nicht mehr gesehen.
    
    Er kniete überglücklich, mitten in der Flughafenhalle, vor seinen beiden Mädchen. Die Tränen die bei ihrem Wiedersehen flossen, hätten glatt das Hochwasser in der ...
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