1. Hochverrat oder was im Krieg nicht sein durfte


    Datum: 04.11.2026, Kategorien: Romantisch

    ... händchenhaltende Paar war unverkennbar. Seine Frau mahnte ihn ab, endlich Ruhe zu geben. Sie hatte die Beiden öfter besucht und auch Helmuts Eltern kennengelernt. Sie wusste das er ein guter Kerl war und wie sehr Anyssa, die Arbeit im Kindergarten Spaß machte und außerdem war heute Hochzeit angesagt und ein riesiges Fest, da waren für solche Gedanken kein Platz.
    
    Ja das war ein riesiges Fest. Das halbe Dorf kam mit Geschenken und feierte mit. Sogar einige Politprominenz gab sich die Ehre. Durch Anastasias Dolmetscherjob hatte sie viele Leute kennengelernt, die nun mehr oder weniger zu ihrem Freundeskreis gehörten.
    
    Selbs der Standortkommandant aus Dresden hatte, auch wenn er selber nicht kommen konnte, eine kleine Überraschung geschickt. So waren mit Dimitri auch 5 Musiker der Militärkapelle gekommen.
    
    Es war ein rauschendes Fest. Zwischen Balalaika klängen, Walzermusik und gemischt russisch/deutscher Küche fühlten sich ihre Gäste sichtlich wohl. Hier wurde deutsch-sowjetische Freundschaft gelebt und nicht nur propagiert.
    
    Es wurde gesungen, getanzt und getrunken und der russische Schnaps setzte manchem heftig zu.
    
    Kurz vor Mitternacht kamen Anyssa und Helmut und nahmen das Brautpaar beiseite. Die Verwunderung war den beiden deutlich anzusehen als sie vor der eingespannten Kutsche standen und Anyssa ihnen die Augen verband. Was hatten die Zwei mit ihnen vor. Es war ihre Feier ihre Hochzeitsnacht und nun hörten sie das Hufgetrappel und wie sie sich immer mehr von ...
    ... der Musik und ihren Gästen entfernten.
    
    Anastasia war etwas unwohl oder war sie nur aufgeregt. Ihre Freunde würden ihnen nicht böses wollen, dass wusste sie.
    
    Anton ahnte bald wohin die Reise gehen würde. Er hörte das Rauschen der Bäume und hier und da ein erschrockenes Knacken von Zweigen.
    
    Helmut hatte die Kutsche angehalte und Assya half Anastasia auszusteigen. Sie spürte sofort den Waldboden und raffte ihr Kleid. Jetzt war sie richtig froh, das der Stoff nicht mehr für eine Schleppe gereicht hatte und Anastasia schwante nun auch wohin es gehen sollte. Dennoch wussten die beiden immer noch nicht warum, Anyssa und Helmut sie mitten in der Nacht hier her entführten.
    
    Anton vernahm ein leises Tuscheln und hörte, wie jemand sich schnellen Schrittes entfernte. Eine zarte weiche Hand führte ihn weiter. Das konnte nur Anyssa sein. Anastasias grazile, zuweilen schmächtige Hand hätte er sofort erkannt.
    
    Was hatte sie bloß mit ihm vor?
    
    "Was wird das hier?" fragte er sie auf deutsch und zur Sicherheit noch einmal auf russisch., doch Anyssa schwieg.
    
    "Die tun uns schon nichts!" hörte er Anastasias Stimme. Gut sie war auch noch da und schien genau so wenig zu wissen wie er.
    
    Endlich stoppten sie und Anyssa bat sie mit erregter Stimme ihre Augenbinden abzunehmen. Lange hatte sie und Helmut diese Überraschung vorbereitet und den Satz "Nehmt jetzt die Augenbinden ab!" auf deutsch geübt.
    
    Hier standen sie nun in Anzug und Hochzeitskleid. Da wo alles begann. Die höhle war ...
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