1. Hochverrat oder was im Krieg nicht sein durfte


    Datum: 04.11.2026, Kategorien: Romantisch

    ... Wieder hatte er ein Geschenk für Anastasia dabei. Im Dunkel der Höhle war nichts als ihre Silhouetten zu erkennen. Anton zog sie vor die Höhle. Anna hatte sich schon Wochen nicht getraut ihr Versteck zu verlassen. Höchstens einige wenige Meter um ihr Geschäft zu machen und Wasser am nahen Wasserfall zu holen.
    
    Es war eine wundervolle Sommernacht. Schön warm und nur ein kleines, laues Lüftchen wehte. Heute war Vollmond und so konnte Anna den Inhalt ihres Geschenkes gut sehen.
    
    Waschlappen, Seife und ein Handtuch waren fein säuberlich verpackt. Sie schaute Anton fragend an. Dieser grinste als er sich die Nase zuhielt und die Augen zusammenkniff.
    
    "Anton" rief Anna in ihrem wundervollen Dialekt und spielte die Entrüstete. Sie wusste selber, dass sie sich nicht gewaschen hatte und ihr war es durchaus unangenehm.
    
    Anton reichte ihr die Hand. Anna vertraute ihm schon etwas und ergriff zögerlich seine dargebotene Hand. Immer noch ängstlich folgte sie ihm. Sie wurde immer nervöser, je weiter sie sich von ihrem Versteck entfernten.
    
    Sie waren kaum 800 Meter gelaufen als sich ein kleiner Bergsee vor ihnen auftat. Zwischen den großen Bäumen versteckt, war dieser See selbst, nur wenigen Einheimischen bekannt. Der Mond spiegelte sich im Wasser und machte gerade heute, alles zu einem malerischen Ort.
    
    Anton setzte sich und zeigte auf das Wasser. Er würde Wache halten, während sie sich in Ruhe waschen konnte.
    
    Anna schaute Anton an. Mit ihren Fingern deutete sie ihm an, ...
    ... sich umzudrehen, damit sie sich entkleiden konnte.
    
    Anton hatte jedoch voraus gedacht. Er holte ein Tuch aus seiner Hosentasche und verband sich seine Augen. Annas Blick sprach Bände. Der Kerl mit dem Tuch um die Augen war nicht nur süß, sondern auch ein richtiger Gentleman.
    
    Anton hörte das Plätschern des Wassers. Die Verlockung war groß, einmal zu lunschen aber er riss sich zusammen. Er horchte in die Nacht hinein. Leise hörte er das Rauschen der Blätter. In einiger Entfernung meldete sich ein Waldkauz aber Anton hörte nur das zufriedene Jauchzen des jungen Mädchens.
    
    Anastasia genoss das erfrischende Nass. Sie schrubbte sich und ihre Kleider gleich mit. Um weite Strecken zu schwimmen, war der See zu klein. Dennoch zog sie mit ein paar Zügen zum anderen Ufer und wieder zurück. Je länger sie blieben, um so größer war die Chance entdeckt zu werden.
    
    Anna kam aus dem Wasser und schüttelte das Wasser aus ihren Haaren.
    
    Sie bot ein göttliches Bild, mit ihrer hellen Haut, vor dem dunklen See, in dem sich der Mond widerspiegelte. Mit ihrem schlanken Körper, ihren kleinen festen Brüsten und ihren schulterlangen Haaren, wirkte sie wie die kleine Meerjungfrau, die aus dem Wasser stieg.
    
    Gut das Anton dieses Bild nicht sah. Er hätte sich auf der Stelle in sie verliebt.
    
    Anna war in diesem Moment richtig glücklich. Sie kam aus dem Wasser, direkt auf Anton zu. Sie hauchte dem Jungen mit der Augenbinde einen zarten Kuss auf den Mund, bevor sie kichernd hinter den Büschen ...
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