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Hochverrat oder was im Krieg nicht sein durfte
Datum: 04.11.2026, Kategorien: Romantisch
... schreckte plötzlich auf. Anastasia lag noch immer in seinem Schoß. Wie spät war es wohl. Er musste zum Dienst. Anton holte seine Taschenuhr hervor. Glück gehabt noch eine Stunde Zeit. Vorsichtig legte er Anna ab und deckte sie wieder zu. Ihr seine Jacke auszuziehen, brachte er einfach nicht übers Herz, da nahm er lieber den Anschiss seines Vorgesetzten in Kauf. Er strahlte glücklich als er sie so schlafend zurück ließ. Anna wachte irgendwann allein auf. Verwundert, das sie immer noch Antons Jacke anhatte, bemerkte sie erst jetzt, den kleinen Strauß Gänseblümchen, der vor ihr auf dem Boden lag. Diese kleine Geste zauberte ihr, das erste Lächeln des Tages ins Gesicht. Anastasia setzte sich auf und nahm das Zeichenzeug. Aus dem Gedächtnis malte sie. Das Porträt von Anton war ihr gut gelungen. Sie hatte fast den ganzen Tag daran gearbeitet, bis sie mit dem Ergebnis zufrieden war. Anna merkte auf ganz besondere Weise, wie sie Antons Rückkehr herbei sehnte. Ihr Herz pochte, wenn sie sein Porträt ansah. Hatte sie sich etwa in den Jungen verliebt. In dieser gefährlichen Situation war doch kein Platz für Liebe. Schon gar nicht für eine solch Gefährliche. Sie strich über seine Uniformjacke. Es war ein Teil von ihm. Langsam knurrte auch ihr Magen. Mehr als einen Apfel hatte sie nicht. Es musste reichen. Es war mehr als sie an manchem Tag, der letzten Monate zur Verfügung hatte. Glücklicherweise war jetzt im August so einiges in der Natur zu ...
... finden. Anton hatte auf dem Weg zu ihr eine Hand voll Brombeeren gesammelt. Ebenfalls hatte er Zwieback und eine Dose Leberwurst ergattert. Es war schon eine eigenartige Mischung aber Annas leerer Bauch stellte keine Ansprüche. Anton wurde herzlich begrüßt. Beide strahlten sich glücklich an und hielten die Umarmung länger als es für eine normale Begrüßung üblich war. Anton entdeckte ihre Zeichnung und war hellauf begeistert. Er lobte Anna für ihr Talent und das schöne Bild. Auch wenn Anna kein Wort verstand, waren seine Gesten mehr als eindeutig und ein roter Schimmer, der Verlegenheit, zog in ihr Gesicht. Anton verbrachte ganze 2 Stunden bei Anastasia. "Meine Mutter wird sich schon Sorgen machen." sagte Anton, zu der fragend drein blickenden Anna. Irgendwie hatte sie erraten, was er meinte und fragte noch einmal nach" Anton Mama?" Er schaute sie verwundert an und lächelte, als er zustimmend mit dem Kopf nickte. Er stand schon als er winken wollte und Anna seine Hand nochmals ergriff, um ihm einen unschuldigen Kuss auf die Wange zu geben. Er hatte seine Hand auf die Wange gelegt und schaute sie mit glänzenden Augen an. Der Kuss kribbelte noch immer so wundervoll auf seiner Haut. Anna musste ihn jetzt aus der Höhle schieben, sonst wär er wohl nicht mehr gegangen. Seine Mutter musste gar nicht fragen, wo er letzte Nacht gewesen war und warum er so spät kam. Sein Blick sprach Bände. Er war verliebt. Lange lag er wach in seinem Bett und dachte an Anna. Seine ...