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Hochverrat oder was im Krieg nicht sein durfte
Datum: 04.11.2026, Kategorien: Romantisch
... Anna? Früh machte sich Anton auf. Er hatte einige Sachen zusammengepackt. Die warme Jahreszeit würde bald vorbei sein. Selbst der August 1944 hatte, mit nur um die 24 Grad, für einen Hochsommer zu kalte Temperaturen. 5.00 Uhr morgens war er schon unterwegs. Er wollte wenigstens einige Minuten mit ihr verbringen, bevor er zum Dienst musste. Immer wachsam schreckte Anna aus dem Schlaf, entspannte sie sich aber schnell wieder als sie sah, dass es Anton war. Er legte den Rucksack auf den Boden und setzte sich zu ihr. Vertrauensvoll legte sie ihren Kopf an seine Schulter. Sein Arm umfasste ihren Körper und hielt sie fest. Nur beisammen sein, mehr wollten die Beiden nicht. Doch die Zeit, die sie hatten war begrenzt, denn Anton musste bald wieder los. Jeden Tag fiel ihnen die Trennung schwerer. Anna war noch einmal eingeschlafen als Anton wieder fort war. Der Rucksack lag immer noch bei ihr und die Neugier ließ sie hineinschauen. Ein Spiegel, ein Kamm, Messer, Gabel und sogar ein kleiner Topf kamen zum Vorschein. Anna hatte seit Monaten nichts Warmes gegessen. Als sie am See waren, hatte sie im Mondschein, Pilze stehen sehen. Abends kam Anton wieder zu einer Stippvisite vorbei, bevor er zu Muttern weiter musste. Anna riss ihn bei ihrer überschwänglichen Begrüßung fast um. Tagsüber hatte sie ihm verschiedene Bilder gemalt. Wie ein Bilderrätsel verstand Anton, die Sache mit den Pilzen und dem Topf. Schnell machte er sich auf. Viel Zeit war nicht aber er fand ...
... recht schnell, an die Zehn schöne Exemplare. Ein Pilzkenner war er nicht gerade, denn Anastasia sortierte schnell 2 Pilze aus, die ihr nicht geheuer waren. Anton zeigte auf das Bild, welches Anna gemalt hatte und sagte: "Pilz". Sie versuchte das fremde Wort zu wiederholen. "Grib" sprach sie es jetzt in ihrer Muttersprache aus. Anton hatte eine Idee und schrieb das Wort Pilz und das Wort Grib neben das Bild und las es vor. Anna nahm jetzt ihrerseits einen Stift und schrieb die Wörter in kyrillischer Schrift darunter. Beide schienen jetzt den gleichen Einfall zu haben. So konnten sie lernen, einander zu verstehen. Trotzdem musste Anton los als Anna ihn ermahnte: "Anton.... Mama" Er nickte, denn er wusste, dass sie recht hatte. Sie streichelte über seine Wange, bevor sie ihn darauf küsste und wegschickte. Antons Mutter merkte schnell, dass seine Gedanken beim Abendbrot, woanders waren. "Na los hau schon ab. Geh zu ihr." Anton war wie vor den Kopf gestoßen. Woher wusste sie...? "Mütter spüren so etwas" sagte sie, ohne dass er die Frage stellen musste. Schnell packte er die Reste des Abendessens zusammen und konnte gar nicht schnell genug zu Anna zurück kommen. Völlig überrascht aber total erfreut, fiel sie ihm um den Hals. Anna hatte sich die Pilze in einem Süppchen zubereitet, wenngleich sie ohne Salz und Gewürze recht fad schmeckten. Glücklicherweise hatte sie in den letzten Nächten etwas trockenes Holz zusammengesucht und eine ordentlichen Vorrat ...