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Behandlungszimmer - Der neue Physiotherapeut
Datum: 07.11.2026, Kategorien: Verführung
... fühlte sich kühl an, das Papier knisterte leise unter meinem Brustkorb. Hinter mir hörte ich das kurze Rascheln von Handschuhen. Die Liege vibrierte leicht, als er sich an meine Seite stellte. Er legte ein warmes Handtuch über meinen Po. Ich sah ihn nicht, aber seine Nähe war da. In der Luft. In meinem Rücken. Dann seine Finger auf meiner Haut. Er strich zuerst langsam entlang der Muskeln links und rechts der Wirbelsäule, vom unteren Rücken bis hoch zu den Schulterblättern. Dann kleine Kreise. Wieder und wieder. Mein Körper gab nach. Meine Muskeln zuckten leicht. Meine Beine wurden schwer. Mein Atem vertiefte sich von selbst. "Hier ist es besonders fest", murmelte er. Seine Finger wurden fester. Er knetete das Gewebe, schob Schicht für Schicht durch die Spannung. Ein ziehender Schmerz fuhr durch mich. Ich biss die Zähne zusammen. Es war der Schmerz, bei dem man unwillkürlich die Augen schließt, weil er etwas löst, statt etwas zu verletzen. Seine Hände waren überall in meinem Rücken. Über dem Kreuzbein. An der Linie, an der das Handtuch begann. Manchmal streifte er ganz leicht den Stoff. Es war sicher Zufall. Trotzdem nahm mein Körper es wahr. Ich blieb still und hörte meinen Atem im Kopf. Ich spürte meine eigene Wärme, die in mir aufstieg. Mein Slip klebte ein wenig. Kaum merklich. Ich sagte mir, es lag am Öl. An der Position. An der Situation. Alles ganz normal. Trotzdem schob sich ein Gedanke in meinen Kopf. Die Frage, wann ich zuletzt so ...
... berührt worden war. Ich lag dort, halb nackt und in mir wurde etwas weich. Etwas, das ich lange ignoriert hatte. Etwas, das sich still und langsam wieder ausbreitete. Der Raum blieb ruhig. Nur das leise Reiben des Öls unter seinen Handflächen und hin und wieder sein Atem füllten die Stille. Ich wusste nicht einmal seinen Namen. Auf dem Schild hatte ich nur gelesen: M. Wagner. Physiotherapeut, irgendwo Mitte oder Ende vierzig. Die Art, wie er sich bewegte, war sicher. Als würde er jeden Ablauf unzählige Male wiederholen, ohne jemals unachtsam zu werden. Es war keine Spannung. Kein Blick, den ich auffangen konnte. Nur diese Art von Ruhe, die Männer manchmal ausstrahlen, wenn sie schon lange in festen Bahnen leben. Einen Ehering trug er nicht, doch ich hätte darauf gewettet, dass er verheiratet war. Die kleinen Hinweise verrieten es. Die gedämpfte Stimme. Die disziplinierte Distanz. Die Art, wie er den Raum behandelte, als wäre er ausschließlich Arbeitsfläche und nicht Begegnungsort. Ich stellte mir seine Küche vor. Ob dort jemand Kaffee kocht, während er sich fertig macht. Ob sie am Wochenende gemeinsam frühstücken. Ob seine Frau ihn noch berührt, wenn er morgens das Haus verlässt. Oder ob sie nur noch nebeneinander schlafen, ohne sich wirklich zu sehen. Ob er abends zu müde ist, für alles. Ob Kinder herumtoben, wenn er heimkommt. Oder ob die Wohnung still ist. Ich verstand nicht, warum sich diese Bilder formten. Ich kannte ihn nicht. Doch etwas an ihm wirkte ...