1. Blanke Bewährung, Teil 2


    Datum: 08.11.2026, Kategorien: Schamsituation

    ... einen Blick auf ihre nackten Brüste erhaschen können und sofort ihr Smartphone zücken. Lilly kann nicht anders machen, als ihren Kopf weg zu drehen und still sitzen zu bleiben. Nach etwa 10 Minuten kommt die Familie zuhause an und fährt sofort in die Garage, von der es direkt ins Haus hineingeht. Als Zeichen von Mitgefühl kocht ihre Mutter ihr erst einmal einen Pudding und sie setzen sich auf die Couch, damit Lilly die Eindrücke weiterhin verarbeiten kann. Plötzlich klingelt es an der Tür, welche ihr Vater sogleich öffnet. Dabei erblickt er ein bekanntes Gesicht, und zwar den Gerichtsdiener von vorhin, diesmal mit fünf dieser durchsichtigen Plastikboxen in der Hand.
    
    „Hallo Herr Renner! Ich bin hier, um die restlichen Klamotten Ihrer Tochter zu konfiszieren.“
    
    „Natürlich, einen Augenblick bitte.“, sagt ihr Vater und bittet dann Lilly, dem Mann beim Packen zu helfen. Es ist für sie eine absolut schreckliche Tortur, alle ihrer eigenen Klamotten wegzupacken mit dem Wissen, dass sie sie für ein Jahr nicht tragen darf. Bei ihrem Lieblingsteil, einem enganliegenden weißen Sommerkleid, kann sie nicht anders als ein lautes Schluchzen von sich geben. Auch ihre ganzen Sportklamotten verschwinden in den Kisten und Lilly führt sich vor ...
    ... Augen, wie sie nackt im Fitnessstudio Cross-Fit machen würde, was erneut einen kalten Schauer ihren Rücken herunterlaufen lässt.
    
    Nachdem der Mann mit den Kisten aus der Tür ging, mummelt sich Lilly in einer Decke auf dem Sofa ein. Das würde sie tatsächlich auch dürfen. Sie telefoniert noch mit ihren beiden besten Freundinnen, die nur ihr pures Mitgefühl ausdrücken können und beschließt, das Haus heute garantiert nicht mehr zu verlassen. Aufgrund der Gerichtsverhandlung war sie heute von der Schule freigestellt; das würde sich morgen allerdings ändern. Lilly schaut sich noch eine Serie an und verkrümelt sich dann früh in ihrem Zimmer. Sie wollte eigentlich früh schlafen gehen, aber die Gedanken an den folgenden Tag lassen ihr Herz schneller schlagen und bereiten ihr schon fast Kopfschmerzen.
    
    Die Tatsache, dass sie zu Unrecht verurteilt wurde und der wahre Täter weiterhin da draußen herum läuft, macht sie weiterhin fertig. Lilly denkt auch kurz darüber nach, ob die Gefängnisstrafe nicht vielleicht die bessere Entscheidung gewesen wäre, aber verwirft diesen Gedanken schnell wieder. Denn sie würde sonst nicht mehr in die Schule gehen können. Ab morgen würde sich ihr Schulalltag allerdings radikal verändern.
    
    Fortsetzung folgt… 
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