1. Die Galamex-Saga - Teil 01


    Datum: 12.04.2020, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,

    ... ihr gemütlich hinterher, der kanadische Geschäftsmann tief in Gedanken versunken. Ich deutete auf das uns am nächsten liegende Haus, welches gleich am Ufer des Sees stand.
    
    "Das da ist meins. Meine Leute haben es als erstes gebaut. Sie meinten, es sei nicht angebracht, dass ihr Boss am Boden einer Höhle schlafe. Sie haben mir sogar ein richtiges Bett gezimmert!"
    
    Wir liefen an einigen Arbeitern vorbei, die gerade dabei waren, einen Bewässerungskanal auszuheben. Sie grüssten mich überschwänglich und kehrten sogleich zu ihrer Arbeit zurück. Sie wirkten zufrieden. Ein kleines Mädchen namens Laya, die Tochter von Dinesh, unserem Koch, kam auf mich zugerannt und sprang in meine Arme.
    
    "Hallo Cygnus!", begrüsste sie mich herzlich. "Kommst du mit mir spielen?" Ihre grossen Augen musterten mich hoffnungsvoll.
    
    "Hallo Laya. Leider kann ich gerade nicht. Ich habe Gäste, denen ich unser kleines Dorf zeigen möchte. Willst du uns begleiten?"
    
    Sie überlegte einen Augenblick lang, schüttelte dann jedoch den Kopf. "Bald essen wir, und ich habe versprochen, Pita zu helfen."
    
    Ich setzte sie ab und sie rannte in einem Affenzahn los.
    
    Jacqueline trat neben mich und blickte gedankenverloren Laya nach.
    
    "Was für ein reizendes Mädchen. Gibt es hier viele Kinder?"
    
    "Bisher sind es drei", antwortete ich. "Alle etwa im gleichen Alter wie Laya. Aber morgen sollten noch mindestens zwei weitere hier eintreffen. Da wir nun genügend Behausungen haben, ziehen meine Mitarbeiter allmählich ...
    ... ihre Familien aus Crow Town nach. Ich werde wohl demnächst eine Lehrkraft anheuern und ein Schulhaus bauen lassen müssen."
    
    "Ich bin Lehrerin!" meinte Jacqueline begeistert. "Ich wollte eigentlich in Crow Town unterrichten, aber die zivile Verwaltung will dafür kein Geld freigeben. Die meisten Siedler lassen ihre Kinder sowieso arbeiten, um über die Runden zu kommen. Könnten wir nicht hierher ziehen, Henry?"
    
    "Jacqueline..." Henry seufzte.
    
    "Bitteeee!" flehte seine Frau mit zuckersüsser Stimme. Sein Blick verriet, dass er kurz vor dem Nachgeben stand. Ich beschloss, ein wenig nachzuhelfen.
    
    "Borys fährt mehrmals pro Tag nach Crow Town und zurück. Einerseits um Eisen - und bald auch Holz - an dein Depot zu liefern, andererseits um Verpflegung sowie neue Maschinen und Arbeitskräfte hierher zu bringen. Du könntest kostenfrei mitfahren, um täglich in dein Büro und zurück zu fahren - sofern du deinen Geschäftssitz nicht gleich ganz hierher verlegen möchtest."
    
    Henry sperrte die Augen auf. "Du würdest mir auf deinem Grund und Boden Büroräumlichkeiten vermieten?"
    
    "Nein, Henry, ich würde dir Büroräumlichkeiten und ein Haus kostenfrei zur Verfügung stellen - wie jedem anderen, der hier arbeitet."
    
    Jacqueline jauchzte und machte einen Freudenhüpfer.
    
    "Ich habe einen dutzend Angestellte, die dann ebenfalls hierher ziehen müssten. Einige von ihnen haben ebenfalls Kinder, die Jacqueline aktuell privat unterrichtet..."
    
    "Für sie würden dieselben Bedingungen gelten. Ein ...
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