-
Die Galamex-Saga - Teil 01
Datum: 12.04.2020, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... kostenfreies Haus für jede Person oder Familie - und natürlich kostenfreier Unterricht für deren Kinder, sobald die Schule steht und Jacqueline hier arbeitet." Der grosse Teil meiner Belegschaft versammelte sich wie jeden Abend unter dem grossen Pavillon, um gemeinsam zu speisen. Lediglich die diensthabenden Sicherheitsleute fehlten, da sie mein Grundstück patroullierten, sowie mein Labor und die frisch gepflanzten Eisenbäume bewachten. Inzwischen waren mehrfach in der Ferne Gleiter gesichtet worden, die sich jedoch allesamt immer aus dem Staub gemacht hatten, sobald sie von meinen Leuten entdeckt wurden. Yegor, mein Sicherheitschef und Borys' Vetter, hatte mich vor einigen Tagen darüber informiert. Er vermutete zudem, dass sich unter den neuen Arbeitskräften vermutlich auch Spione befanden. Er hatte darauf bestanden, entsprechende Sicherheitschecks durchzuführen. Ich hatte widerwillig zugestimmt. Es missfiel mir, neuen Menschen mit Misstrauen zu begegnen. Ich zog es vor, offene, ehrliche Beziehungen zu den Leuten die für mich arbeiteten aufzubauen. Was sich bisher als erfolgreiche Vorgehensweise erwiesen hatte. Alle meine Mitarbeiter nannten mich beim Vornamen und waren voller Respekt, wenn ich jeweils selbst mit anpackte, wenn es darum ging, Bäume zu fällen, Abwasserschächte zu graben, Hauswände zu errichten und anzustreichen... Ich wollte jede Tätigkeit, die auf meinem Grundstück ausgeführt wurde, auch mal selbst durchführen - nur schon um zu wissen, wie es ging, oder ...
... wie anstrengend es war. Ausserdem schuf diese Art der Zusammenarbeit eine starke Bindung. Aber inzwischen waren beinahe hundert Leute auf meinem Gelände. Es wurde zunehmend schwieriger, mit jedem eine ganz persönliche Beziehung aufzubauen. Trotzdem war es mir wichtig, Vertrauen zu schaffen. Sicherheitschecks hielt ich diesbezüglich für kontraproduktiv. Henry hatte sich neben Robert Delacroix gesetzt, einem Riesen von Mann der wohl ebenfalls aus Kanada stammte. Sie waren in einem angeregten Gespräch vertieft. Dabei warf mir Henry immer wieder verstohlene Blicke zu. Jacqueline hatte sämtliche Kinder um sich versammelt und las ihnen offenbar etwas vor. Die Kleinen hingen regelrecht an ihren Lippen. Sie schien in ihrem Element zu sein. Borys sass neben mir und verdrückte gerade die dritte Portion Curry-Reis, die ihm Dinesh hingestellt hatte. Ich fragte mich unwillkürlich, wie mein osteuropäischer Freund so viel zu futtern vermochte, ohne zu platzen. Zwischen einem Bissen und dem nächsten erzählte er mir, wie er in Lizzard Town drei weitere Gleiter für uns erworben und gleich noch drei Fahrer angestellt hatte. Da die Produktion an Eisen praktisch täglich zunahm, würde ein einzelner Gleiter schon bald nicht mehr ausreichen. Zudem hatte Yegor einen Gleiter beantragt, um das Gelände effizienter patroullieren und eventuell mal Neugierige abfangen zu können. Die Stimmung war ausgelassen, unter anderem auch weil ich den Anlass von Henrys Besuch zum Vorwand genommen hatte, eine ...