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Die Galamex-Saga - Teil 01
Datum: 12.04.2020, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... hast. Deine Ambitionen mögen hochtrabend, vielleicht sogar utopisch sein. Aber ich will verdammt sein, wenn ich nicht ein Teil deines Abenteuers werde. Zudem habe ich Jacqueline schon lange nicht mehr so glücklich gesehen wie heute. Daher würde ich dein Angebot gerne annehmen und mein gesamtes Geschäft hierher verlegen, einschliesslich der Warendepots." Wir stiessen feierlich an. "Auf eine erfolgreiche Partnerschaft, Henry. Mögen uns die Sterne gut gesinnt sein." Weitere drei Wochen später, nachdem Henry samt all seiner Angestellten zu mir gezogen, der Bau der Schule, der Wasseraufbereitungsanlage und der Krankenstation abgeschlossen und meine Belegschaft auf 300 Leute angestiegen war, sass ich mit Yegor und einem untersetzten Mann namens Andrew Smith in meinem Büro. An der Seitenwand, eine Replika meines Ornella Muti Posters flankierend, standen Borys und Henry. Alle Blicke waren auf den Amerikaner gerichtet, der nervös auf seinem Stuhl hin und her rutschte. "Weisst du, warum du hier bist, Andrew?" fragte ich gelassen. Der Mann nickte angespannt. "Weil ich Eicheln vom Gelände schmuggeln wollte." "Nein Andrew", erwiderte ich sanft. "Wenn du deswegen hier wärst, dann wären jetzt noch Sicherheitsleute der Flotte anwesend, um dich in gewahrsam zu nehmen. Du bist hier, weil wir verhindern möchten, dass du einen fatalen Fehler begehst." Ich winkte Henry zu, der daraufhin kurz im Hinterzimmer verschwand und mit einer dampfenden Tasse wieder auftauchte. Er ...
... reichte sie dem Mann, dessen Blick verwirrt zwischen mir und Henry hin und her huschte. Ich deutete auf die Tasse. "Das ist nur Tee. Um deine Nerven zu beruhigen." "Da-danke", murmelte er. "Siehst du, Andrew, die Eicheln die Yegor in deinem Rucksack gefunden hat, als du auf dem Weg nach Crow Town warst, sind für deinen Auftraggeber wertlos. Daraus würden keine Eisenbäume entstehen, wie wir sie hier haben, sondern nur eine sehr abgeschwächte Variante davon. Was meinst du: Wie würden deine Auftraggeber reagieren, wenn sie feststellen, dass die Bäume weder so schnell wachsen wie unsere, noch so viel Eisen abwerfen?" Andrew schluckte leer. "Ich sage es dir, Amerykans'kyy", meldete sich Borys zu Wort. "Sie würden dich kalt machen." Er fuhr sich theatralisch mit einem Finger über die Kehle. Andrews Hände begannen zu zittern, was dazu führte, dass er etwas Tee auf seine Hose verschüttete. Yegor nahm ihm die Tasse aus den Händen und stellte sie auf meinen Schreibtisch. "Vielleicht übertreibt Borys", warf ich ein. "Aber glücklich wären sie auf keinen Fall. Das Geld welches sie dir dafür versprochen haben, würden sie dir nicht geben - oder sie würden es sich zurückholen. So oder so, du bist für sie ein Risiko, weil du weisst, wer sie sind. Vielleicht hat ja Borys doch recht. Egal ob du ihnen das lieferst, was sie wollen oder nicht. Vermutlich würden sie dich auf jeden Fall aus dem Weg räumen. Keine Zeugen." "Es, es t-tut mir leid, Herr Montichiari..." brabbelte Andrew ...