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Die Galamex-Saga - Teil 01
Datum: 12.04.2020, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... verzweifelt. Allmählich wurde ihm bewusst, in was für eine Lage er sich gebracht hatte. "Herr Montichiari ist mein Vater. Hier nennen mich alle Cygnus", erinnerte ich ihn freundlich. "Du hast vor zwölf Tagen bei uns angefangen, das solltest du inzwischen wissen. Sag mal, Andrew, gefällt es dir nicht, hier zu arbeiten?" "Doch! Doch, es gefällt mir, Herr Mo... Cygnus! Hier sind alle freundlich, gut gelaunt! Es gibt immer genug zu essen! Es gibt Bäume!" "Warum setzt du dies dann alles aufs Spiel, Andrew?" fragte Henry. "Wieviel haben sie dir für die Eicheln geboten?" "Ein Jahreslohn, fünfzehntausend Stellari." Borys lachte laut auf, während Henry traurig den Kopf schüttelte. "Soviel verdienst du hier in drei Monaten, Andrew", meinte Yegor. "Ich weiss! Ich bin dumm, aber ich kann rechnen", wehrte sich der Mann. "Das Geld war aber nicht das einzige. Sie sagten, wenn ich es nicht mache, würde es... meiner Schwester schlecht gehen. Sie lebt in Lizzard Town und arbeitet dort für sie - für Glaksson." Ich blickte den Mann mit gemischten Gefühlen an. Einerseits war ich darüber erleichtert, dass er es nicht aus reiner Habgier getan hatte. Andererseits war ich wütend darüber, wie ein Konzern wie Glaksson mit den Menschen umsprang. Andrews Gesicht war nach wie vor mit Furcht erfüllt, aber vielleicht fürchtete er weniger um sein eigenes Leben als um jenes seiner Schwester. "Wie heisst deine Schwester, wo genau in Lizzard Town lebt sie und was macht sie für Glaksson? ...
... Hab keine Angst, Andrew, wir wollen deiner Schwester nichts Böses", versicherte ich ihm. "Ihr Name ist Jessica. Jessica Kimble. Ihr Mann ist vor einem halben Jahr bei einem Betriebsunfall auf den Reisplantagen gestorben. Sie hat eine kleine Tochter namens Lilian und arbeitet bei der Dekontaminationsabteilung. Sie leben im Ostviertel, im Gebäude A-12." "Meinst du, sie würde für mich arbeiten?" Der untersetzte Mann starrte mich mit grossen Augen an. "Äh, ja, natürlich..." "Borys, würdest du bitte nach Lizzard Town fahren um Andrews Schwester und Nichte abzuholen? Und nimm ein halbes Dutzend Sicherheitsleute mit - für den Fall, dass Glaksson dir in die Quere kommen sollte." Borys nickte und eilte sogleich aus meinem Büro. Andrew blickte ihm perplex nach, bevor er sich wieder mir zuwandte. "Du.. du wirst mich nicht töten lassen?" Yegor, Henry und ich lachten laut auf. "Hältst du mich für sowas wie einen Gangsterboss, Andrew?" "Aber du wirst mich verhaften lassen", hakte der Mann nach. Ich schüttelte schmunzelnd den Kopf. "Nein, Andrew. Und um deiner nächsten Vermutung zuvor zu kommen. Ich werde dich auch nicht feuern. Du wirst noch mindestens ein Jahr lang für mich arbeiten müssen, zu den gleichen Bedingungen wie bisher. Du wirst aber in dieser Zeit mein Grundstück nicht unbeaufsichtigt verlassen dürfen. Zu unserer eigenen Sicherheit, aber auch zu deiner eigenen." "Du... du wirst mich nicht bestrafen? Und du holst meine Schwester hierher?" Sein ...