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Die Galamex-Saga - Teil 01
Datum: 12.04.2020, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... geschworen, nie wieder für einen Konzern zu arbeiten, Cygnus. Und dein Geschäft ist auf dem besten Weg, ein Konzern zu werden. Ich könnte es in Betracht ziehen, dich und dein Geschäft rechtlich zu vertreten, aber..." "Ich will nicht, dass du für mich arbeitest, Alina, sondern mit mir", unterbrach ich sie. "Du sollst nicht für einen Konzern arbeiten, sondern dabei helfen, einen Konzern aufzubauen - nach deinen eigenen Vorstellungen. Du sagtest, dass du noch als Anwältin arbeitest, weil du den kleinen Leuten helfen willst. Was meinst du, wie du diesen am besten helfen kannst? Indem du eine kleine Kanzlei in Main Town führst, oder indem du den am schnellsten wachsenden Arbeitgeber des Planeten formst?" Offenbar war sie noch unschlüssig, denn sie antwortete nicht. Ihre Augenbrauen zusammengezogen dachte sie eingehend über meinen Vorschlag nach. "Hör zu, Alina. Du brauchst nicht sofort eine Entscheidung zu treffen. Bleib doch einfach einige Tage hier. Schau dir meine Unternehmung an. Sprich mit den Leuten. Verschaffe dir ein klares Bild und triff dann deine Entscheidung." Sie nickte. "Einverstanden." In den nächsten zwei Tagen kriegte ich Alina jeweils nur beim Abendessen zu Gesicht. Ich hatte sie in einem Haus nicht unweit von meinem eigenen entfernt einquartieren lassen. Alle meine leitenden Angestellten waren von mir angewiesen worden, ihr freien Zutritt zu jedem Bereich zu gewähren, wovon sie offenbar regen Gebrauch machte. Borys, der inzwischen unseren ...
... stattlichen Fuhrpark leitete, hatte ihr Dior Gueye, einen quirligen jungen Mann aus Senegal, zugewiesen, der sie in einem kleinen Personengleiter überall hinfuhr. Da nun das unmittelbar am See liegende Gelände nach zehn Generationen an Eisenbäumen praktisch kein Eisen mehr enthielt und daher dort nur noch herkömmliche Eichen wuchsen, liess sie sich zuerst zu unserer aktuellen Produktionsstätte fahren, die einige Kilometer entfernt lag. Sie verbrachte dort fast einen halben Tag und liess sich von meinen Forstern die Funktionsweise der Bäume erklären. Zudem sprach sie noch mit einigen Holzfällern und begutachtete unsere 'Erzfabrik', in der inzwischen zwei dutzend Erzverarbeiter standen, die rund um die Uhr in Betrieb waren. Sie besuchte anschliessend Henrys aktuelles Projekt, eine grosse Betonmischanlage in der sein Regolith weiterverarbeitet wurde. Das dort entstehende Material verwendeten wir aktuell ausschliesslich selbst, denn auch wenn Holzhäuser zum wohnen angenehmer als Betonbauten waren, so benötigten wir es beispielsweise für unser Shuttle-Landefeld und dessen Kontrollturm. Yegor hatte ebenfalls auf mehrere Betongebäude bestanden. Einerseits weil er für die Sicherheitskräfte ein robustes Hauptquartier wollte, andererseits um Material, sowohl hergestelltes wie Eisen und Holz als, auch eingekauftes wie Nahrungsmittel, Maschinen und Waffen, sicher lagern zu können. Holzlager waren ihm zu leicht entzündbar. Da die Siedlung auf meinem Grundstück derart gewachsen war, würden wir ...