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Die Galamex-Saga - Teil 01
Datum: 12.04.2020, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... half. Als sie mich endlich wahrnahm, erschien ein müdes Lächeln auf ihrem Gesicht. Sie wirkte, wie so oft in letzter Zeit, erschöpft. "Oh, hey, Nella." "Hey, Lari, stressiger Tag heute?" fragte ich besorgt, während ich ihre Augenringe betrachtete. "Nicht stressiger als sonst, Schätzchen." Irgenwie glaubte ich ihr nicht. "Nur, dass ich schon seit 14 Stunden einen sprichwörtlichen Brand nach dem anderen lösche. Seit dem gestrigen Software-Update ist der Wurm drin. Und meine Ablösung wurde notfallmässig in die Krankenstation beordert, da beim letzten Siedlertransport jemand Mist gebaut hat und ein paar tausend Leute nicht vor dem Flug hierher alle notwendigen Impfungen erhalten haben." führte sie in einer Mischung aus Frust und Resignation aus. Trotzdem brachte sie noch ein Lächeln zustande. "Aber sie hat mir mitgeteilt, dass sie mit der spontanen Impfaktion fast durch sind. Sie wird mich daher spätestens in einer halben Stunde ablösen, und dann kann ich mich endlich aufs Ohr - oh..." ihr Lächeln fiel in sich zusammen, als ihr unsere Abmachung wieder in den Sinn kam. "Verdammt, Schätzchen, das hatte ich ganz vergessen. Aber das ist kein Problem! Ich finde bestimmt noch ein Plätzchen, wo ich mich eine Weile hinlegen kann - " "Kommt gar nicht in Frage", unterbrach ich sie. "Du wirst nach deiner Schicht auf direktem Weg zu unserem Quartier gehen und deinen wohlverdienten Schlaf geniessen. Ich werde schon eine anderweitige Lösung finden." "Nur das dein... Bedürfnis ...
... einen etwas... privateren Rahmen erfordert. Schlafen kann ich überall." "Nix da, du gehst schlafen - keine Widerrede!" Ich trat etwas näher und flüsterte ihr ins Ohr. "Ausserdem bin ich so scharf, dass ich es sogar in einem Wartungsschacht mit ihm treiben würde - ob er will oder nicht." Larissa lachte und drückte mir einen Kuss auf die Wange. "Danke, Schätzchen! Ich schulde dir was." "Unsinn, wofür sind denn Freunde sonst da?" Als ich aus der Empfangshalle trat, musste ich mich erst durch ein Gewimmel von Menschen kämpfen. Es dauerte gefühlte 10 Minuten, bis mein Blick Cygnus endlich fand. Er trug tatsächlich nur einfache, wenn auch modische Jeans und ein dunkelblaues Hemd. Eine neue, weniger klobige Brille zierte sein Gesicht. Er sah in 'einfacher' Kluft genauso heiss aus, wie im Trois Piece - vielleicht sogar noch etwas heisser, da die Jeans mehr von seinem Knackarsch erahnen liessen. Und dann stand da neben ihm, unerträglich nahe an Cygnus, eine kecke Brunette mit lockigem Haar, vollen Lippen und einem Vorbau der die Deluxe-Version einer tragbaren Milchfabrik darstellte. Sie unterhielten sich lachend, und ich bemerkte, wie sie seine Hand streifte. Ein wütendes, mir bisher unbekanntes Ungeheuer namens Eifersucht ergriff kurzzeitig Besitz von mir und verlangte lautstark, dass ich mir die Dienstwaffe von einem der anwesenden Sicherheitsleute schnappte und die wahrgenommene Konkurrenz atomisierte. Erst als Cygnus mich bemerkte, über beide Ohren strahlend auf mich ...