1. Lebenskrise


    Datum: 14.06.2021, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    Das Schicksal geht seltsame Wege. Da meint man, seinen Platz im Leben gefunden zu haben und plötzlich löst sich alles in Luft auf, wie ein schöner Sommernachtstraum.
    
    Ich hatte meine besten Jahre an eine Frau verschwendet, von der ich dachte, sie wäre die Liebe meines Lebens. Im Gegensatz zu mir sah sie das offensichtlich anders und irgendwann platzte die Bombe und riss alle Träume mit sich. Zum Glück war ich nie der Typ, der viel besaß, also zwei Koffer gepackt und ich war weg. Ich wohnte ein paar Tage bei einem Kumpel und wusste nicht, wie es weitergehen sollte. Ich hatte vor meiner Beziehung nie besonders viel Glück mit Mädchen gehabt und hatte mir bisher nie die „was wäre wenn" Frage gestellt. Jetzt prasselten sie gleich im Dutzend auf mich ein und ich sah all die verpassten Gelegenheiten, die ungenutzten Möglichkeiten, falsch abgebogene Wege und nicht überschrittene Grenzen. Doch es blieb die unausgesprochene Wahrheit meiner aktuellen Situation: Allein. Verlassen. Und das mit Ende Dreißig.
    
    Ich flüchtete mich in meine Arbeit, wenigstens hier lebte mein Traum noch. Ich hatte zusammen mit einer Kommilitonin eine Agentur gegründet, die gut lief und in die ich mich verkriechen konnte. Marlen, meine Partnerin, war eine echte Powerfrau, die nebenbei auch noch alleinerziehende Mutter war und das Hotel ihrer Eltern mit managte. Ich bewunderte sie und fragte mich, wie sie das alles schaffte und warum sie nicht auch einmal Nein sagte. Allerdings kam mir ihre Nebentätigkeit ...
    ... zugute, denn als ich wieder einmal bis spät abends im Büro saß, meinte sie: „Wenn du eh den ganze Tag hier bist, könntest du doch gleich einziehen. Oder dir zumindest ein Hotelzimmer nehmen." Unsere Büros und das Hotel befanden sich im gleichen Gebäudekomplex, also war die Idee gar nicht schlecht. Während ich noch darüber lachte, machte Marlen wieder Nägel mit Köpfen. Sie legte bei ihren Eltern ein gutes Wort ein und fortan wohnte ich auf Firmenkosten in einem schicken Hotelzimmer.
    
    Das Leben musste schließlich weitergehen und Dank Marlen hatte ich wieder ein richtiges Bett, in dem ich schlafen konnte.
    
    Das dieses Bett nicht für ewig leer blieb, lag aber an jemand anderem.
    
    Da war dieses junge, lebenslustige und ziemlich freche Mädchen in unserer Agentur. Lilly, unsere Auszubildende. Ich mochte sie und ihre kecke, selbstbewusste Art, auch wenn sie es mit ihren Provokationen manchmal übertrieb. In der aktuellen Situation ärgerte es mich noch mehr, wenn sie mir ihre Reize, sprich ihren geilen Knackarsch, ständig demonstrativ vor die Nase hielt und dabei flotte Sprüche riss. Zumal sie mit ihrem schlanken Körper und den langen, blonden Haaren ein echter Hingucker war. Lilly wusste auch genau, dass sie mich mit ihren Anmachen manchmal aus der Bahn brachte, aber wir hatten ein super Verhältnis und obwohl ich fast doppelt so alt war, hing ich inzwischen auch nach der Arbeit öfter mit ihr ab. Es gab ja auch keine eifersüchtige Freundin mehr, die das misstrauisch beäugen und ...
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