1. Valerie - Geschichte eines Lebens


    Datum: 25.06.2021, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    Dies ist der erste Teil eines Romans über eine erfolgreiche Geschäftsfrau am Rande eines Burn-Outs. Die sexuellen Handlungen werden explizit beschrieben und sind nicht für zartbesaitete Personen geeignet. Handlungsstränge die in der Vergangenheit ablaufen, werden in Kursiver Schriftart dargestellt.
    
    Prolog
    
    Die Sonne hatte sich schon vor geraumer Zeit verabschiedet und tauchte die verlorene Stadt in eine düstere Dunkelheit. Zwischen den zerstreuten Wolken funkelten gelegentlich vereinzelte Sterne, die nur bei längerer Konzentration und einem wachen Blick zu erkennen waren. Die abnehmende Temperatur verriet jedoch, dass die Vorboten des anstehenden Herbstes bereits spürbar waren.
    
    Sanfte Nebelschwaden zogen von der Themse herüber und legten sich wie ein verschleiernder Schleier über die andere Seite des Ufers. Doch was interessierte mich das schon? Ich war keine Touristin, die hektisch von einem Fotospot zum nächsten eilte, um innerhalb von drei Tagen alle Sehenswürdigkeiten abzuhaken und ein Fotoalbum zu erstellen, das letztlich niemanden wirklich ansah.
    
    Nein, ich war hier, um zu arbeiten. In meiner Hand hielt ich die Schlüssel zur Zukunft Englands. Ich war die heimliche Königin der Finanzwelt, die unsichtbare Hand, die die Fäden zog. Die Börse war mein glanzvolles Parkett, auf dem ich als strahlender Star agierte. Mit Anfang vierzig zierte ich das Titelbild jedes angesehenen Wirtschaftsmagazins, mein Erfolg und meine Leistungen wurden von allen bewundert. Ich war ...
    ... die Frau, die es geschafft hatte, sich in einer von Männern dominierten Welt zu behaupten, und ich hatte meinen Platz an der Spitze errungen - unangefochten und voller Stolz.
    
    Meine Fähigkeiten waren vielseitig. Ich hatte den besten Abschluss des Jahrgangs, sprach fünf Sprachen fließend und besaß Kontakte bis in die höchsten Kreise. Viel Zeit hatte ich in meine Karriere investiert, viel Körpereinsatz eingeschlossen. Wenn es sein musste, ging ich über Leichen.
    
    Wie viele Schwänze ich blies, wie viele Fotzen ich leckte, in welche Körperöffnungen ich mich ficken ließ? Ich kann es nicht genau sagen. Doch mein Vorteil war, dass es mir Spaß gemacht hat. Ich war die perfekte Waffe in einem Wirtschaftskrieg. Sex machte mir Freude. Und wenn ich das auch noch nutzen konnte, um meine Gegner zu erledigen, wieso nicht?
    
    Ich fuhr meinen Porsche 911 aus der Parkgarage des Büroturms, blinkte nach links und bog in die Old Bailey ein. Über die A40 setzte ich meine Fahrt Richtung Kensington fort. Das Verdeck war geöffnet und ich genoss die angenehme Abendluft, die meine kurzen Haare zerzauste. Die blondierten Strähnen wirbelten wild im Fahrtwind.
    
    Aus dem Autoradio drang die Musik eines Oldiesenders und plötzlich schrien mir die Beastie Boys entgegen.‚Fight for your right, to party.' Ich konnte nicht anders, als lautstark mitzusingen. Diese Lieder waren die Lieder meiner Jugend und weckten in mir Erinnerungen, die sich anfühlten, als wären sie erst gestern gewesen. Doch die jungen Leute ...
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