-
Valerie - Geschichte eines Lebens
Datum: 25.06.2021, Kategorien: Erotische Verbindungen,
... Begrenzungsstreifen verschwammen im Scheinwerferlicht, und ich musste die Geschwindigkeit deutlich reduzieren. „Jetzt könnte ich einen Kaffee gebrauchen. Ich liebe Kaffee", hörte ich von der Beifahrerseite. „Ich dachte, du trinkst Tee", sagte ich und merkte, dass ich nicht viel von ihr wusste. „Gibt es noch etwas, was ich wissen sollte?" „Ich mag Croissants. Am liebsten die mit Schoko drin", antwortete Sue und hörte sich dabei an wie ein kleines Kind. „Kennst du die vonAux Merveilleux de Fred? Das sind die besten der Welt, leider viel zu teuer." „Du sprichst das richtig gut aus. Hast du mal Französisch gelernt?", fragte ich erstaunt nach. „Mein Vater kam aus Straßburg", lächelte sie und spielte mit ihren langen Haaren. „Ich bin halb Senegalesin, halb Französin. Aber leider ist Dad schon vor langer Zeit von uns gegangen. Keine Ahnung, wo er hin ist." „Und deine Mutter?" „Die wurde vor vier Jahren abgeschoben", erklärte sie. „Seitdem kämpfe ich mich allein durch." Sie lebte seit ihrem sechzehnten Lebensjahr auf den Straßen Londons. Sue tat mir leid. Kapitel 3 Der goldene Sonnenaufgang begrüßte mich am folgenden Morgen, als ich auf der weitläufigen Veranda stand und eine dampfende Tasse Kaffee in den Händen hielt. Die wohltuende Wärme durchdrang meinen Körper und ließ mich die kühle Meeresbrise vergessen, die sanft vom Süden herüberzog. Von hier aus hatte ich einen atemberaubenden Blick auf den kleinen Fischerhafen, der bereits voller geschäftiger ...
... Aktivität war. Bärtige Seeleute eilten hin und her, bereit, ihre Kutter für den Fang des Tages auszustatten, während Möwen über ihnen kreischten und sich auf frische Beute freuten. Dieser Ort hatte vor einem Jahrzehnt eine unwiderstehliche Magie auf mich ausgeübt. Ich erinnerte mich daran, wie ich damals im Auftrag der Bank hierhergekommen war, um die Pläne eines renommierten Touristikunternehmens zu prüfen, das beabsichtigte, einen luxuriösen Hotelkomplex samt Golfplatz zu errichten. Doch während ich die pittoreske Schönheit dieser Küstenstadt erkundete, spürte ich eine tiefe Verbundenheit und eine innere Stimme, die mir sagte, dass ich hier einen Ort gefunden hatte, der eines Tages mal wichtig für mich sein würde. Ich fickte den Bürgermeister, gab ihm einen Blowjob und nutzte diese Verbindung, um ihn von den negativen Auswirkungen des Projekts auf die Stadt zu überzeugen. Er begrub die Pläne des Unternehmens und ich erhielt als Belohnung das charmante Häuschen am Meer. Zwei Wochen später war er kein Bürgermeister mehr, das Hotel wurde im Nachbarort Pentewan hochgezogen und ich bekam die Provision der Finanzierung. „Es ist wunderschön hier", sah mich Sue mit müden Augen an, als sie die Terrasse betrat und sich reckte und streckte. Nur ein rotes T-Shirt und ein wild gemusterter String vom Wühltisch verhüllte die zerbrechliche Gestalt, die ohne Make-up natürlich und wunderschön aussah. Sue ließ sich auf den Loungesessel fallen und gähnte leise. Der Blick erhellte ...