1. Valerie - Geschichte eines Lebens


    Datum: 25.06.2021, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    ... beobachtete Charles McMillen das Geschehen vor ihm. Sein Antlitz lief rot an, seine Gesichtszüge verhärteten sich zu einer steinernen Maske. In diesem Moment schien der kleine, korpulente Mann, der etwas jünger als ich war, wie ein gebrochener alter Mann. Seine Hände zitterten, als er den Krawattenknoten löste und nach Luft schnappte.
    
    „Sie haben doch Frau und Kinder", fuhr ich fort, während ich den Ernst der Situation betonte. „Was glauben Sie, wie die reagieren werden, wenn sie sehen, was ihr Vater hier veranstaltet? Oder Mitschüler? Sie wissen doch, wie grausam Kinder untereinander sein können."
    
    „Valerie", schluchzte McMillen, doch er brachte kaum ein Wort heraus.
    
    „Madame Villeneuve oder Miss Villeneuve", korrigierte ich ihn mit einem Hauch von Überlegenheit. „Eine gewisse Contenance sollten Sie doch wahren, bitte."
    
    „Warum tun Sie das?", flehte er mich an. „Sie zerstören mein Leben, meine Karriere, meine Familie."
    
    Mit einem beinahe schon kühlen Lächeln legte ich ihm den Vertrag auf den Tisch und wies mit meiner Fingerspitze auf das Unterschriftfeld. „Eine einfache Unterschrift", sagte ich leise. „Sie bleiben Anteilseigner und behalten Ihre Position als CEO. Nur eben mit etwas weniger Reichtum."
    
    „Etwas?", fluchte er laut und starrte mich argwöhnisch an. „Der Deal kostet mich 200 Millionen."
    
    „Das war ein teurer Fick", erwiderte ich ruhig, doch langsam schwand meine Geduld.
    
    „Madame Villeneuve, dann gehen Sie mit unter."
    
    „Ich sehe mich da nicht ...
    ... auf dem Video. Die Frau kann jede x-beliebige Nutte aus Soho sein", lachte ich spöttisch. Dann änderte sich meine Tonlage, und ich schrie den korpulenten Mann an. „Jetzt unterschreiben Sie endlich."
    
    Mit gebrechlichen Fingern zog er seinen Kugelschreiber aus dem Jackett und setzte seinen Namen unter dem Vertrag. Es war besiegelt. Vierzig Prozent seines Unternehmens gehörte nun unserer Bank. Wieder ein Erfolg, den ich mit vollem Körpereinsatz eingefahren hatte. Dabei war der Sex mit Charles nicht mal schlecht. Er hatte einen dicken Schwanz, konnte gut ficken und leckte mich auch ganz ordentlich. Ihn in seinen Anus zu penetrieren, mochte er ganz besonders. Ich fand das völlig in Ordnung.
    
    Aber später wurde es auch mit ihm langweilig. Wenn ich Lust hatte, musste er zu seiner Frau und seinen Kindern zurück. Ich blieb dann unbefriedigt, und das war einfach inakzeptabel für mich. Wenn meine Bedürfnisse nicht erfüllt werden, beeinflusst das auch meine Stimmung und meine Launen. Und das führt zu nichts Gutem.
    
    Glenda, meine Sekretärin, betrat den Raum. Sie sah für ihr fortgeschrittenes Alter noch sehr attraktiv aus. Trotz der grauen Haare trug sie einen frechen Schnitt. Ihre blauen Augen versteckte sie hinter einer Brille mit dickem Rand, so sah man die Falten nicht. Sie trug ein Kostüm von Harolds, das wertig, aber für sie erschwinglich war. Die graue Kompressionsstrumpfhose zeugte von gesundheitlicher Schwäche, was auch auf die Schuhe zutraf. Gleichwohl sie vom Gesicht her ...
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