1. Rehabilitationsmaßnahmen 02


    Datum: 07.09.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane,

    ... lautem Zischen die Luft ab und auf dem Display erschien das Wort ˋErrorˋ. Andrea eilte aus dem Labor und erschien gleich darauf mit der Ärztin, Frau Dr. Karin W.
    
    Die nahm mich mit in den Nebenraum, ließ mich rücklings auf eine Liege legen und machte ein EKG. Ich kam mir vor wie ein Pkw in Vorbereitung auf den TÜV, so wurde ich verkabelt.
    
    Als das Ergebnis ausgedruckt war, griff sie zum Telefon und rief einen Rettungswagen. Was sollte denn das?
    
    "Mensch, Karin, lass mich wenigstens schnell noch mal nach Hause gehen, meinen Koffer für das Krankenhaus holen. Es sind doch nur 400m bis zu mir heim."
    
    "Kommt nicht in die Tüte, mein Lieber", gab sie mir zur Antwort. "Wenn ich dich jetzt gehen lasse, dann bin ich mir nicht sicher, ob du lebend wieder kommst. Du bleibst jetzt liegen, denn das ist kein Spaß. Wir sagen deiner Frau Bescheid, dass sie dir deinen Koffer ins Krankenhaus bringen soll. Also wenn deine Familie dich noch länger haben soll, dann bleib gefälligst liegen."
    
    Du meine Güte, in dem Ton hatte sie mit mir noch nie geredet und wieso sagte sie etwas von "Krankenhaus"?
    
    Keine 10 Minuten später kamen zwei Sanitäter mit einer Trage, kurz danach ein Notarzt und nochmals zwei Sanis. Also den Aufwand fand ich jetzt doch schon ein wenig übertrieben.
    
    Ein Rettungssanitäter maß meinen Blutdruck, sagte 240 zu 124 zu 108 zum Notarzt, dann hoben sie mich zu viert an und legten mich auf die Trage.
    
    An einer blassen Andrea und Annika vorbei (denen ich noch zurufen ...
    ... konnte, sie sollten bitte meiner Frau und Johannes Bescheid geben), vorbei ging es schnellen Schrittes zum Rettungswagen und etwas unsanft und mit heftigem Ruckeln wurde ich hineingeschoben und festgegurtet. Und dann ging die Fahrt ab nach W. ins Krankenhaus.
    
    Ein Arzt stellte mir ein paar Fragen, ob ich Schmerzen hätte oder Allergien, was ich beides verneinte, dann ging er und ich lag eine halbe Stunde tatenlos herum. Zwei Pfleger zogen mich aus, zwängten mich in ein hinten offenes!!! Krankenhaushemdchen und drehten mich auf die Seite. Und erneut ging die Fahrt durch die Krankenhausflure bis in den OP.
    
    Ab da ist alles etwas verschwommen und unklar. Wie ich im Nachhinein erfahren habe, wurden mir durch den Arm zum Herzen hindurch zwei Stents gesetzt und dann kam ich in die Intensivstation. Hier döste ich so vor mich hin.
    
    Plötzlich rasselten die Alarmglocken und einige Lampen blinkten hektisch auf. Ein heftiger Schweißausbruch schüttelte mich und ich bekam keine Luft mehr. Schwester Gerlinde löste scheinbar einen Alarm aus, denn mehrere Ärzte und Schwestern kümmerten sich um mich und nach zwei Stunden hatten sie mich soweit stabilisiert, dass die größte Gefahr abgewandt war.
    
    Ich bekam einen Blasenkatheter gelegt, der die nächsten 4 Tage mein ständiger Begleiter war. Sie wollten mich trocken legen hatten die Ärzte gemeint, da ich zu viel Wasser in Herz und Lunge hatte und mir das beim Atmen die Probleme bereiten würde. Außerdem musste das Kontrastmittel aus dem Körper, ...
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