1. Rehabilitationsmaßnahmen 02


    Datum: 07.09.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane,

    ... Anela Sinaratis und grinste mich frech an. Sie winkte mir fröhlich zu und marschierte in Richtung ihres "ehemaligen" Büros. Dann machte sie eine Kehrtwendung und kam schnurstracks auf mich zu. Sie grinste mich richtig unverschämt an, als sie mein dummes, fragendes Gesicht sah. "Na, Arne, haben wir dir einen ordentlichen Schrecken eingejagt? Cornelia war Feuer und Flamme, als ich ihr erzählt habe, dass ich dir einen Denkzettel verpassen wollte. Sie war also eingeweiht und hat mir natürlich geholfen. Wozu sind Freundinnen denn da? Ich habe ihr gesagt, dass du in meinem Beisein eine andere Frau geküsst hast und ich dir deswegen eins auswischen wollte. Ich habe ihr allerdings nicht gesagt, wer es war und das werde ich auch nicht tun. Ehrenwort. Sag, küsst Julia gut?"
    
    "Devi, das war ihre Medizin für mich nach meinem Kollaps und nicht Leidenschaft. Und diese Medizin hat mir geholfen, jedenfalls ging es mir am anderen Tag wieder gut."
    
    Meine Güte, was für eine flache Ausrede für das, was geschehen war. Devi hatte es gesehen, sie hatte sich ihre Gedanken gemacht und auf Rache gesonnen.
    
    Dass aus der medizinischen Behandlung dann doch noch Leidenschaft geworden war, musste sie nicht unbedingt wissen.
    
    "Ach, hat sie dich vielleicht auch noch in den Schlaf gewiegt? Monika hat mir gesagt, dass Frau Doktor spät in der Nacht noch einen Patienten besucht hätte und als sie dann morgens um 4 Uhr bei ihrem Rundgang auch in dein Zimmer geschaut hat, da sei ihr ein sehr bekannter ...
    ... Parfümduft bei dir aufgefallen."
    
    Mist, noch eine, die etwas spitz gekriegt hatte!
    
    "Devi, ehrlich, ich weiß es nicht. Ich habe die ganze Nacht durchgeschlafen und nichts mitgekriegt."
    
    Ja, verdammt nochmal, leider!!!
    
    "Mit was hat die dich denn betäubt, häh?"
    
    "Das war nur eine ganz normale Schlaftablette, Devi, sonst nichts. Sie hat schließlich einen Eid als Ärztin geleistet!"
    
    Devi hatte auf einmal Tränen in den Augen und begann leise zu schniefen.
    
    "Du magst sie doch nur deswegen lieber als mich, weil sie eine Ärztin ist und ich nur eine kleine Sekretärin."
    
    Jetzt war mir egal, dass noch einige Leute um uns herum und in der Nähe waren.
    
    "Devi, hör mir zu, bitte. Du bist keine kleine Sekretärin, du bist die rechte Hand der Chefin. Ohne dich könnte sie ihre Arbeit nicht leisten und das weiß sie ganz genau. Deshalb hält sie so große Stücke auf dich. Du bist in deinem Metier genau so gut und wichtig wie Julia auf ihrem Gebiet. Deswegen mag ich euch beide gleich gerne, weil ihr so unterschiedlich und euch doch so ähnlich seid. Wenn ich die Wahl zwischen euch beiden hätte, dann würde ich euch beide nehmen, oder keine. Ich könnte mich wirklich nicht für eine entscheiden."
    
    "Alles schön und gut, aber mich hast du noch nicht geküsst, obwohl ich mich darauf gefreut habe."
    
    Ach du lieber Himmel, was wurde denn da für eine Rechnung aufgemacht? Gab es vielleicht eine Liste, auf der abgehakt wurde, was ich mit jeder von den beiden veranstaltet hatte. Mal schaun, eine ...
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