1. Rehabilitationsmaßnahmen 02


    Datum: 07.09.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane,

    ... wilde Idee schoss mir durch den Kopf.
    
    "Devi, mein Engel, das tut mir wirklich leid, aber ich werde es nachholen, denn du sollst nicht zu kurz kommen und dann sagen können, ich hätte dich vernachlässigt. Also, wie jetzt, gleich hier und sofort?"
    
    Devi wurde richtig blass und danach dunkelrot.
    
    "Sag mal, hast du sie noch alle? Um uns herum sind lauter Patienten und Therapeuten und da hinten kommt auch noch meine Chefin. Lass den Unsinn!"
    
    "Wieso denn, deine Chefin ist doch eingeweiht und so sieht sie, dass wir uns wieder vertragen."
    
    Natürlich würde ich sie nicht vor all den Leuten küssen, denn ihr Ruf war mir sehr wichtig. Ich wäre in zwei Wochen wieder weg, aber sie müsste damit leben und klarkommen. Aber ich sah keinen Ring an ihren Fingern, der darauf hindeutete, dass sie verheiratet war. Also hatten die beiden heimtückischen Weiber mich reingelegt und aufs Glatteis geführt. Und ich hatte nichts gemerkt.
    
    Ach Arne, jetzt wirst du richtig alt.
    
    Devi wich noch einen Schritt zurück.
    
    "Lass bloß deine Finger von mir. Aber in dieser Beziehung ist das letzte Wort zwischen uns noch nicht gesprochen, verlass dich drauf!"
    
    Sie machte kehrt und schoss an ihrer Chefin vorbei zu ihrem Büro. Cornelia schaute mich fragend an und ich zuckte entschuldigend mit den Schultern, was mir ein verstehendes Lächeln einbrachte.
    
    Und nach diesem Tohuwabohu sollte ich noch konzentriert meine Anwendungen machen.
    
    Zuerst 30 Minuten Ergometertraining, wobei mein Anfangspuls fast ...
    ... genau so hoch war wie mein Belastungspuls. Kein Wunder bei den Geschehnissen, wobei ich mich beim Radeln wieder etwas beruhigte.
    
    Dann Hydrojet, was mir die totale Entspannung brachte.
    
    Aber dann eine Stunde MTT, wer diesen Zeitplan ausbaldowert hatte, aber das sagte ich ja schon.
    
    Beim Cappuccino im Schwarzwaldcafé hatte ich wieder Zeit zum Nachdenken, wie ich mich den beiden Ladies gegenüber verhalten sollte, aber mir fehlte mit Arne L. der passende Gesprächspartner. Wie konnte ich beiden rücksichtsvoll eine negative Antwort geben, ohne dass es mir übelgenommen wurde. Denn verärgern wollte ich beide nicht. Julia war auch verheiratet und wir kannten und respektierten unseren Standpunkt. Ich wollte ihre Freundschaft und die wollte ich nicht aufs Spiel setzen.
    
    Aber Devi war nicht verheiratet, obwohl mir das Cornelia vorgegaukelt hatte und sie hatte sich scheinbar in den Kopf gesetzt, dass sie doch zu ihrem Ziel kommen würde. Und wie ich bemerkt hatte, besaß sie einen starken Willen und sehr viel Durchsetzungsvermögen, sprich Sturheit.
    
    Ich hatte ein langes Gespräch mit Mel, die darauf meinte sie würde mich mit den Kindern am Wochenende besuchen. "Wegen Krankheit geschlossen" würde auf dem Schild am Eisiglu stehen. Sie würde mit den beiden Damen schon fertig werden, denn teilen oder hergeben würde sie mich auf keinen Fall.
    
    Ich sollte nur noch schauen, dass die beiden am Samstag anwesend sein würden.
    
    "Ich hoffe, du hast dein Haarwaschmittel dabei, mein geliebter ...
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