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Kometenhaft 19
Datum: 19.11.2021, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... schien eher eine Boutique zu sein. Der Innenraum war durch das Fenster komplett einsehbar. Im Inneren tummelten sich ungeniert Leute, die zum Teil direkt an den Regalen die neueste Fetisch-Mode anprobierten. Der Laden war freundlich und hell eingerichtet und aus der Tür quollen Gespräche und Gekicher auf die Straße. Eine junge Frau bekam von ihrer Begleitung einen stählernen Reif mit einem Ring an der Vorderseite um den Hals gelegt, den er dann im Genick mit einem Inbusschlüssel zuschraubte. Sie sah sich danach in einem Spiegel an, und warf sich danach freudestrahlend um seinen Hals. "Dominique Serva", las ich dann ungläubig über der Tür. SERVA?? Ich war nie gut in Latein, aber ich wusste, dass das Sklavin hieß. Unwahrscheinlich, dass das der Name des Inhabers war. An so einem Laden wäre Vanessa früher einfach vorbeigehuscht, aber nun sah auch sie ihn sich genauer an. Noch schlimmer war aber Mareike, sie klebte förmlich an dem Schaufenster und musste schon fast weggezerrt werden. Wir waren so lange in der Stadt, dass wir uns schließlich dazu entschieden, hier auch zu Abend ...
... zu essen. Es war ein herrlicher Tag, der den Gestrigen fast vergessen machte. Wir einigten uns darauf, morgen wieder wie gewohnt in die Hochschule zu gehen, um uns um unser Studium zu kümmern. Vanessa, Andrea, Frank und Mareike saßen bis gerade eben noch vor der Glotze und sahen sich den Rest eines Films an, während ich das hier schrieb. Mareike traute sich nicht, gleich in mein Zimmer zu kommen, und fragte sehr vorsichtig, ob sie auch heute bei uns schlafen dürfte. Ich sah Vanessa an und sie nickte mit einem leichten Lächeln im Gesicht, worauf Mareike freudestrahlend sich der Textilien entledigte und ins Bett hüpfte. Vanessa behielt ihrerseits den Slip jedoch an. "Es tut noch etwas weh da unten.", flüsterte sie zu mir. Ich fragte nach, ob der Zombie in sie eingedrungen sei, aber zum Glück sagte sie, habe sie während einem Kampf dort einen Schlag abbekommen und es sei nichts Ernstes. Danach legte auch sie sich ins Bett allerdings mit dem Rücken zu Mareike. Notiz an mich: irgendwie ein größeres Bett besorgen. Ich fürchte, wir werden noch viel öfter zu dritt in einem liegen.