1. Frau Stromboli


    Datum: 26.12.2021, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    ... Termin zum Treffen bitten."
    
    Jedoch, wenn man weiter fragte, wer das machen würde, dann meldete sich keiner.
    
    Schließlich waren alle Blicke auf Noah gerichtet.
    
    „Nein, nein, nein. Ich bin doch nicht euer Zuchtbulle. Es wird Sommer, ich brauche meine Ruhe, bitte! Vielleicht kann ja eine von den Mädchen einspringen."
    
    „Man, Frau Stromboli ist doch nicht lesbisch!", rief Annita.
    
    „So, woher weißt du denn das?", wollte Katrin wissen.
    
    Annita wurde rot, und damit war dies Thema beendet.
    
    Matthias resignierte: „Wenn keiner dazu bereit ist, dann lassen wir alles beim Alten. Dann hat wohl alles keinen Zweck. Auf Wiedersehen!"
    
    Doch da stand Noah auf und meinte: „Ich mach es nur euretwegen, nur euretwegen! Glaubt nicht, dass es mir Spaß macht. Ich brauche eigentlich meine Ruhe, doch weil ich euch so gern habe, will ich es auf mich nehmen. Aber überlauft nicht meinen Weg, das mag ich nicht."
    
    Auf einmal hörte man ein lautes Klatschen und einige riefen „Hurra!" Man musste zwar Geduld aufbringen, doch es war ja besser, als würde niemand etwas tun. So verabschiedete man sich und hoffte auf ein gutes Fortlaufen.
    
    An den nächsten Tagen machte Noah noch weniger Hausaufgaben. Die machte er sowieso nicht gern. Aber er hatte ja etwas anderes vor. Auch er beobachtete an zwei Tagen Frau Stromboli.
    
    Und am dritten Tag kam er ihr entgegen, als sie abends ihren Spaziergang machen wollte. Er setzte sein bezauberndes Lächeln auf und begrüßte sie. Auch sie lächelte und ...
    ... grüßte.
    
    „Na, hast du deine Schulaufgaben denn schon fertig gemacht?", fragte sie.
    
    Er bestätigte, dass er alles sehr sorgfältig gemacht hatte.
    
    „Oh, ich kann mit ihnen ja ein Stück gehen, wenn sie nichts dagegen habe. Dann könnte ich ihnen etwas über unseren Ort und die Leute hier erzählen."
    
    „Hm ja", meinte sie, „das wäre schön. Denn sonst bekomme ich ja alles nur stückweise erzählt. Und du bist hier aufgewachsen?"
    
    So gingen sie also zusammen zum Wald. Und er erzählte ihr, was er über die Stadt wusste. Und natürlich auch einige Anekdoten über die Gemeinde. Frau Stromboli hörte aufmerksam zu.
    
    Plötzlich aber hielt er sie fest und zog sie an sich.
    
    „Da ist es rutschig. Vorsichtig, sonst fallen sie noch!", sagte er und hielt sie weiterhin fest.
    
    „Ja, Noah, ich hab's verstanden. Aber ich bin nicht mehr vierzehn", lachte sie ihn an.
    
    Und er lächelte zurück. Und verdammt, es war ein Lächeln, bei dem die Frauen dahinschmolzen. Ihr Gesicht wurde wieder ernster, aber sie blieb stehen. Er fasste sie an die Oberarme.
    
    „Sag mal, war das ernst bei unserem Fragequiz? Oder hast du nur so ‚ja' gesagt?"
    
    „Wir sollten uns nicht duzen. Das ist nicht in Ordnung. Wolltest du das auch vor der Klasse machen? Also, weiterhin Noah und Frau Stromboli."
    
    „Und sonst?", fragte er weiter.
    
    Doch darauf antwortete sie nicht, sondern setzte ihren Gang fort. Und er ging weiter neben ihr. Noch weitere Dinge erzählte er ihr, aber es wurde schleppender.
    
    Bald kehrten sie um und gingen zurück. ...
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