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Alleine, Teil 01
Datum: 20.01.2022, Kategorien: Erotische Verbindungen,
Ein Einfamilienhaus am Stadtrand, Grünanlage drumrum, ruhig, wirklich ein sehr schönes Anwesen. Ich wohnte gerne hier. Mein Mann war jetzt schon zwei Jahre tot und allmählich fühlte ich mich doch etwas einsam in unserem Haus. Zudem war mir die Gartenarbeit rund ums Haus so langsam zu viel. Die Kinder waren aus dem Haus und so waren die beiden oberen Zimmer frei. Ein Bad war auch dabei. Also beschloss ich, zumindest mal eines davon probehalber zu vermieten. An einen Studenten oder so. Möbiliert. Bedingung: Hilfe bei der Gartenarbeit. Wenn er wollte, mit Küchenmitbenutzung. Günstig. Es würde sich sicher jemand finden. Bei den Preisen, die heutzutage für Zimmer verlangt wurden, würde sich schon einer melden, der mir auch zusagte. Immerhin wohnte er dann mit mir unter einem Dach. Ich gab die Anzeige auf und kaum war die Zeitung erschienen, klingelte auch schon das Telefon. „Ja, gerne". Termin um zwei, um drei, um vier Uhr. Ding dong. Der erste um zwei war gekommen. Nett, sympathisch. Ich schrieb mir seine Telefonnummer auf. „Ich gebe Ihnen wieder Bescheid". Der zweite lag mir gar nicht. Aufgeblasen und wichtigtuerisch. „Ich gebe Ihnen wieder Bescheid". Der war aus dem Rennen raus. Der dritte kam. Ich zog innerlich die Augenbrauen hoch. Also für einen Studenten schien er mir doch ziemlich alt. Egal, er machte einen sehr netten Eindruck auf mich. „Ja", sagte ich, „das Zimmer ist noch frei. Sie studieren?". Eigentlich nicht", sagte der Mann, „ich suche nur ...
... ein günstiges Zimmer". Er machte eine Pause. „Ich lebe in Trennung", fügte er noch etwas verlegen hinzu. Ich zeigte ihm das Zimmer, die Küche, das Bad und die Grünanlage ums Haus. „Alles sehr nett", sagte der Mann, „gefällt mir sehr. Also wenn sich mich auch wollen?". Ich nickte und wir gaben uns die Hand. „Freut mich", sagte der Mann. „Gleichfalls", sagte ich. Und schon zwei Tage später zog der Mann ein. Was heißt, zog ein. Er kam mit einem Koffer und einer Sporttasche. Das war´s auch schon. Wir hatten nicht viel miteinander zu tun. Morgens ging er früh aus dem Haus und kam erst abends von der Arbeit wieder zurück. Ein ruhiger, angenehmer Mieter. Ich stand später auf als er und hörte morgens nur das Krusteln in der Küche, wenn er sich sein Frühstück machte. Ich drehte mich dann noch mal um und schlief noch etwas. Es war ein angenehmes, sicheres Gefühl, jemand im Haus zu haben. Bald darauf machte er sich schon an die Gartenarbeit. Ich schaute ihm unauffällig zu. Ich merkte gleich, der verstand etwas von der Sache. Er holte den Rasenmäher aus dem Schuppen, zog zwei mal an, und schon lief das Ding. Er sah mich. „Ja", rief er in den Lärm, „ich hatte auch mal ein Haus mit Garten". Dann mähte er weiter. Wir kamen gut miteinander aus. Alles freundlich und unverbindlich. Bis ich eines Tages gedankenverloren in die Küche ging. Ich hatte gerade geduscht, meinen Bademantel übergezogen und wollte frühstücken. Eigentlich ging ich nur angezogen in die Küche, da ich ...