1. Wendungen des Lebens Teil 01


    Datum: 11.03.2022, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    ... seinem Namen an:
    
    „Hey, Ekrem! Das würde Deinem Sozialarbeiter nicht gefallen, zu sehen, wie Du schon wieder ein deutsches Küken bedrängst! Willst Du wirklich Deine Bewährung riskieren? Fünf Jahre Knast sind eine lange Zeit! Ist es das wert?"
    
    „Was geht Dich das an, Milchgesicht? Ich erinnere mich nicht, Dich nach Deiner Meinung gefragt zu haben!", spuckte er drohend in meine Richtung.
    
    In einer wirklich spontanen Begegnung wäre ich spätestens jetzt ausgebüxt. Der Kerl war mehr als einen Kopf größer als ich und wog bestimmt das doppelte. So aber, hielt ich stand, ich wusste ja, dass er sein Geld haben wollte.
    
    „Ich möchte nur sicherstellen, dass alle Beteiligten diesen Abend in guter Erinnerung behalten, und dass keiner später etwas zu bereuen hat."
    
    „Ach halt's Maul!" brummte er noch, aber dann ließ er unvermutet seine Hände von Renate, drehte sich um und verließ die Bar. Den Dialog hatten wir im Voraus ausgemacht. Es hatte mich bloß 150,- Mark gekostet, ein Klacks, ich konnte jeden Monat das Zehnfache ausgeben, ohne dass es meinen Alten gejuckt hätte.
    
    Mein Plan entfaltete seine volle Wirkung. Renate sah mich perplex mit großen Augen an, sie wusste gar nicht, wie ihr geschah.
    
    Den restlichen Abend konnte ich den Helden für sie spielen, und dann gab es Aktion in der Haschisch-Höhle. Diesmal aber nur mit mir!
    
    Ich traf Renate jetzt öfter, zwar war ich nicht der einzige, mit dem sie sich traf, aber immerhin zählte ich zu der kleinen Gruppe, die Chancen ...
    ... hatten.
    
    Wir verbrachten sogar immer wieder mal einen Abend zu zweit miteinander auf meiner Bude. Renate liebte meine Wohnung, weil sie ein gemütliches Wohnzimmer und ein großes Bad besaß, viel schöner als die winzigen und hässlichen Studentenabsteigen der anderen. Diese ach so rebellische junge Frau schien dem Luxus also doch ein wenig zugeneigt zu sein!
    
    Zu mehr als Knutschen kam es aber nie. Auch in den wildesten Haschischnächten kam kein Kerl näher an sie ran als Küssen, Ausgreifen, bestenfalls noch Petting, mehr war niemals drin.
    
    Als ich dann als einer der ersten mein Studium erfolgreich beendete, war Renate in einer verzwickten Lage: Ihre Eltern, die in einer kleinen Stadt fernab von uns lebten, wollten nicht mehr länger das wilde Leben ihrer einzigen Tochter finanzieren.
    
    Renate jammerte eines Abends bei mir auf dem Sofa herum, wie spießig ihr Vater denn sei und dass er ihr den Geldhahn abdrehen wollte, dann müsste sie nach Hause zurück und auf die Sekretärinnen-Schule. Welch furchtbare Vorstellung für sie.
    
    „Ich müsste einen reichen Kerl kennenlernen und ihn heiraten. Dann könnte mich mein Alter am A... lecken!", meinte sie wütend, und stieß dabei das Glas in ihrer Hand so heftig weg, dass sie den Rotwein voll auf ihre Bluse und Jeans schüttete.
    
    „Verdammt!" rief sie erschrocken und versuchte sogleich, mit einem kleinen Taschentuch die Flecken zu reiningen.
    
    „Lass das, so wird das nichts!", ermahnte ich sie, „wir müssen die Sachen schnell einweichen."
    
    Viel ...
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