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Sandstürme - Teil 08
Datum: 29.03.2022, Kategorien: Erotische Verbindungen,
... machte mir für Sonja ein nettes Kompliment. Ich unterhielt mich mit ihm und sagte, dass ich als Kind zweimal am Plattensee Urlaub gemacht habe. Er und Zsa Zsa kommen offenbar aus Szombathely und kannten sich schon vor ihrer Zeit in den Emiraten. Sie waren sehr herzlich und geerdet, was mir gefiel. Auch Xavier stand plötzlich neben mir und unterhielt sich blenden mit den Leuten. Richard machte nun Small Talk mit zwei weiteren Flugbegleiterinnen, die sich ähnlich hübsch wie Sonja zurechtgemacht hatten. Eine schien wohl aus Schweden zu kommen. Richard ergriff das Wort und sagte, was wir gleich unternehmen werden. „So, wir haben uns jetzt das erste kalte Bier verdient. Khao San Road, wir kommen!", brüllte er in die Hotellobby und tat im Anschluss so, als ob ihm das nur zufällig über die Lippen geglitten wäre. Er schaute nach links und dann nach rechts und rannte mit den beiden Mädels neben ihm spitzbübisch zum Ausgang. Unsere Gruppe und zwei weitere Stewards setzten sich in Bewegung. Renato kam aus Neapel und war vom anderen Ufer. Ein sympathischer Kerl. Mit ihm dabei war Arda. Ich glaube, die beiden verstanden sich sehr gut oder waren ein Paar. Arda war eher der ruhige Typ und Sonja unterhielt sich häufig mit ihm. Sie schauten wohl beide die gleichen TV-Sendungen aus den USA, die mir nach fünf Minuten den Magen umdrehen würden. Aber Hauptsache, sie haben eine gute Zeit. Ich bemerkte, dass Csenge oft neben Xavier und mir lief. Ich fragte mich, ob ihre blonden Haare wirklich so ...
... hell sind, oder ob sie gefärbt waren. Sie sah jedenfalls natürlich aus und die Haarfarbe passte zu ihrem Gesicht. Sie trug wie Sonja meist ein Lächeln im Gesicht. Obwohl Csenge sehr weiblich wirkte, hatte ihr Gesicht einen Hauch von maskulinen Zügen. Ich glaube, dass Xavier bemerkt hatte, dass ich mich irgendwie gerne mit ihr unterhielt. Csenge fragte mich, ob ich schon lange mit Sonja zusammen bin. Ich wich dem Thema aus, indem ich ihr sagte, dass Sonja und ich eine sehr tiefe Bindung haben und ich mir nicht vorstellen könnte, mit einer anderen glücklich zu werden. „Das geht mir mit meinem Freund genau so", entgegnete mir Csenge, als ob sie mir damit klarmachen wollte, dass unser Gespräch nicht als Avance zu deuten wäre. Dennoch spürte ich, dass uns diese Feststellung eher verband, als abspenstig machte. Wir redeten über den Stellenwert von Liebe und Treue. Bei meinen Aussagen zu Treue fühlte ich mich aber wie ein Lügner, weil ich ihr entgegnete, dass Treue und Vertrauen die wichtigsten Pfeiler einer Beziehung sind. Csenge war gerührt und Sonja lief wieder neben mir, schaute mich an und rollte mit ihren Augen. „Da lehnst du dich aber weit aus dem Fenster, Freundchen", flüsterte Sonja grinsend in mein Ohr. Die Khao San Road war laut und voller Leben und trotzdem verstand ich jedes Wort von Sonja. Ihre Aussage haftete länger an meinem schlechten Gewissen, wie es vielleicht nötig gewesen wäre. Plötzlich schienen alle in das Treiben um uns herum abzutauchen. Überall waren ...