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Gaia - Teil 03
Datum: 31.03.2022, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... erreichten die Tore nach etwa 10 Minuten, kleine Rauchwolken stiegen bereits vom Vesuv auf aber alles in allem deutete noch nichts auf die bevorstehende Katastrophe hin. Ich brachte den Wagen vor den Wachen am Stadttor zum stehen als er und sein Kollege uns den Zugang blockierten. -"Wer seid ihr und was wollt ihr in der Stadt?" -"Wir sind Händler. Ich bin Cherusker und meine Reisegefährtin ist Sarmatin und Übersetzerin auf meinen Handelsreisen. Ich bringe Stoffe und Wein für den Markt." -"Barbarische Händler? Ihr verschaukelt mich doch. Was plant ihr?" -"Nicht jeder von uns ist Cheruskern ist eine wilde Bestie. Ich stamme aus der Colonia Claudia Ara Agrippinensium." -"Und da kommt ihr als Händler hierher?" -"Ich bin auf der Durchreise. Wir wurden unterwegs überfallen und ich muss einen Teil meiner Waren abstoßen um an Geld für die Weiterreise zu kommen." -"Nun gut. Die Zollgebühr beträgt 8 Denare." -"Wie ich schon sagte. Wir wurden überfallen. Ich kann euch stattdessen eine Amphore Wein anbieten oder probiert einmal diese Köstlichkeit.." Ich reichte dem römischen Soldaten ein kleines Stück Schokolade, welche ich als Notfalllösung mitgenommen hatte. Vor Columbus Wiederentdeckung Amerikas und der spanischen Invasion Mittelamerikas im 16. Jahrhundert war diese in Europa noch unbekannt. Und der Vulkan würde zweifellos jedes kleine etwaig zurückgebliebene Stück dahinschmelzen lassen. Keine Spuren also. Der Soldat nahm das Stück entgegen, roch ...
... zunächst sehr zurückhaltend daran und biss dann mutig hinein. Die braune Farbe musste ihn wohl zunächst woanders dran erinnert haben. Aber kaum hatte das Stück seinen Gaumen berührt hellte sich seine Miene auf und er strahlte mich an. -"Ihr wurdet Überfallen und da habt ihr eure Waren noch? Was ist das denn für eine eigenartige Speise?" -"Man nennt sie Schokolade. Eine Entdeckung von meinen Handelsreisen aus fernen Ländern. Und wir waren zum Zeitpunkt des Überfalls zum Glück etwas Abseits des Weges um Wasser zu holen. Unseren Wagen haben die Diebe nicht bemerkt. Also haben wir eine Vereinbarung?" -"Nunja, diese Schokolade schmeckt hervorragend. Aber wenn ich mir deine Freundin dahinten so ansehe, hätte ich eher Lust auf eine andere dunkle Köstlichkeit wenn du verstehst." Ich glaubte mich verhört zu haben. Ich schaute hinüber zu Christiane die mich erschrocken ansah. Ich fragte daher nochmal nach: -"Wie bitte? Du meinst...." -"Gibt mir und meinem Freund eine dieser Tafeln die ihr mitführt, eine Amphore Wein und lasst uns kurz über eure Reisegefährtin drüber. Dann könnt ihr passieren." -"Das geht nicht. Sie ist keine Sklavin. Außerdem ist allein schon die Amphore Wein doch sicher bereits genug Bezahlung." -"Eure Entscheidung. Schlagt ein oder sehr zu, dass ihr Land gewinnt." Ich schaute nochmals zu Christiane. Was sollten wir nur tun? Sicher, ich konnte die beiden mental beeinflussen, aber was wenn uns jemand sah und das Ganze beobachtete? Jetzt schon einen ...